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«Die Natur schickt keine Rechnung»

Pavan Sukhdev, der Präsident des WWF, hat seine Karriere als Banker aufgegeben, um die Wirtschaft zu reformieren. Ein Gespräch über alte Anzüge und die Gefahr unheiliger Allianzen.

Als Pavan Sukhdev noch bei der Bank arbeitete, tauchte er gerne tagelang in die Wälder ab. Foto: Leonardo Cendamo / LUZ / Fotogloria
Als Pavan Sukhdev noch bei der Bank arbeitete, tauchte er gerne tagelang in die Wälder ab. Foto: Leonardo Cendamo / LUZ / Fotogloria

Der Inder Pavan Sukhdev ist ein scharfer Kritiker internationaler Grosskonzerne. Als ehemaliger Topmanager der Deutschen Bank weiss er, wovon er redet. Zuletzt leitete er die Wertpapier- und Handelssparte des Finanzhauses in Indien. Solange seine Zahlen stimmten, sahen es ihm seine Kollegen nach, wenn er in den Ferien tagelang in indischen Wäldern unterwegs und nicht erreichbar war. «Umweltbuchhaltung – das war schon immer mein Hobby, so wie andere Leute wandern oder tauchen», meint Sukhdev. So ging er etwa der Frage nach, was Bienen ökonomisch leisten, wenn sie für Bauern deren Obstbäume bestäuben. Als die EU 2007 einen Leiter für die Studie «The Economics of Ecosystems and Biodiversity» suchte, übernahm Sukhdev die Aufgabe. Mit dieser Forschungsinitiative zur ökonomischen Bewertung von biologischer Vielfalt und Ökosystemdienstleistungen wurde er weltweit bekannt. Den Job bei der Deutschen Bank gab er 2008 auf, zugunsten der Umweltorganisation World Wide Fund for Nature, kurz WWF.

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