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«Die Sucht ist ein Teil des Berufsmythos»

Oben das Gute, unten der Zerfall: Die Soziologin Andrea Hungerbühler hat erforscht, wie die Figur des Bergführers das schweizerische Nationalgefühl prägte und prägt.

«Ein besonderes Charisma»: Ein Bergführer leitet seine Gruppe auf die Dufourspitze am 1. August 2005.
«Ein besonderes Charisma»: Ein Bergführer leitet seine Gruppe auf die Dufourspitze am 1. August 2005.
Olivier Maire, Keystone

Frau Hungerbühler, sind die Zeiten vorbei, in denen Bergführer, wie vor rund 100 Jahren, als «Könige der Alpen» oder «Elite von Männern» gesehen wurden?Andrea Hungerbühler: Nicht wirklich. Diese Ausdrücke kommen in der Deutlichkeit zwar heute nicht mehr vor. Aber im Selbstverständnis vieler Bergführerinnen und Bergführer sowie in der öffentlichen Wahrnehmung hat der Inhalt, der in diesen Begriffen steckt, in abgeänderter Form sehr wohl überlebt.

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