Entwicklungsländer: So denkt die neue Generation

War früher alles besser? Fünf Grossmütter erzählen mit ihren Enkeln von einst und heute vom Leben in Nepal, Äthiopien, Bolivien, Burma und Bangladesh.

Die Grossmutter durfte nicht zur Schule gehen, die Enkelin bringt Erwachsenen Schreiben, Lesen, Rechnen bei: Wubite Tebeje (ca. 75) und Asmera Amtachew (20). Foto: Patrick Rohr/Helvetas

Die Grossmutter durfte nicht zur Schule gehen, die Enkelin bringt Erwachsenen Schreiben, Lesen, Rechnen bei: Wubite Tebeje (ca. 75) und Asmera Amtachew (20). Foto: Patrick Rohr/Helvetas

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Äthiopien
Grossmutter und Enkelin: Wubite Tebeje (ca. 75) und Asmera Amtachew (20), leben in der Wag-Hemra-Zone in der Region Amhara. Amsera Amtachew in einem Einzimmerhäuschen mit Wellblechdach. Ihre Grossmutter in einer Rundhütte, gebaut aus Ästen und Stroh.

Hier die barfüssige, gebückte Grossmutter, der die Hochlandsonne tiefe Runzeln ins Gesicht gegraben hat. Da die Enkelin in der Trainerjacke, die das Handy nie aus der Hand legt. Wer Wubite Tebeje und Asmera Amtachew trifft, glaubt, zwei Frauen vor sich zu haben, die von entgegengesetzter Warte aus auf das Leben blicken. Das ist richtig – und wiederum auch nicht. Denn auch Asmera hat, obwohl erst 20-jährig, schon alles hinter sich: Heirat, Mutterschaft, Trennung.

Vier Stunden braucht Asmera zu Fuss in ihr Heimatdorf. Und nur selten verkürzt ihr ein Bus oder ein vorbeifahrender Lastwagen den Weg. Kommt sie an, geht sie zuallererst zu ihrem Sohn, der bei ihrer Mutter aufwächst. Der Kleine setzt sich still auf ihren Schoss und schmiegt sich an sie. Sein Name ist Tamir. «Das bedeutet Wunder», flüstert Asmera. Gesellt sich der 2-Jährige wieder zu seinen Spielkameraden, geht Asmera über die steinharten, brachliegenden Felder zur Rundhütte ihrer Grossmutter. Wubite ist um die 75 – so genau kennt sie ihr Alter nicht. Sie lebt allein hier, seit einer der Söhne ihren pflegebedürftigen Mann bei sich aufgenommen hat.

Wenn Teenager heiraten

Wubite hat ein Ziegenfell aus dem schattigen Innern ihrer aus Ästen und Stroh erbauten Hütte geholt. Asmera setzt sich zu ihr und nimmt die faltigen Hände der Grossmutter in die ihren. «Ich bin jedes Mal unglaublich froh, dass sie noch da ist», sagt sie. Hier sitzen die beiden und reden, manchmal essen sie zusammen, hören Radio auf Asmeras Handy. Oft blicken sie hinaus auf die Plateauberge im Hochland von Wag-Hemra, einer majestätisch weiten, aber kargen Bergregion im Norden von Äthiopien. Knapp 15 Jahre alt war Grossmutter Wubite, als sie verheiratet wurde. Asmera war 16, als man sie einem sechs Jahre älteren Mann zur Frau gab. «Damals hatte ich weder positive noch negative Gefühle. Ich war so jung und unerfahren, ich hatte keine Ahnung – und keine Wahl», sagt Asmera. «Aber heute wünschte ich, das wäre mir erspart geblieben.»

Immerhin konnte Asmera die Schule besuchen, im Gegensatz zu ihrer Grossmutter – und auch zu zwei ihrer drei Geschwister. Wer die Felder bestellt, braucht keine Bildung, hiess es damals. Ab der 5. Klasse lief Asmera jeden Morgen zweieinhalb Stunden zur Schule. Weil ihr Mann zum Zeitpunkt der Hochzeit noch Schüler war, durfte Asmera auch danach noch weiterlernen. Später ergatterte sich dieser eine der begehrten Stellen als Dorfbeamter. Sie gebar ihm einen Sohn. Eines Tages jedoch traf er eine andere, hinterging seine Frau, wollte schliesslich die Trennung – und Asmera sich nicht länger demütigen lassen.

«Damals hatte ich keine Wahl. Heute wünschte ich, die Ehe wäre mir erspart geblieben.»Asmera Amtachew, Enkelin

Während ihre Enkelin erzählt, schweigt Wubite. Um ihren Hals trägt sie an einer schweren Holzkette ein Kreuz, und auf dem geschorenen Haupt eine mit einem Kreuz bestickte Stoffkappe. Daran erkennen alle, dass sie eine Emahoy ist, eine Nonne. Sie übernachtet in ihrer Hütte, aber die Tage verbringt sie im Kreis ihrer Mitschwestern in der Dorfkirche. Trennung, Scheidung – was sagt eine tiefgläubige Frau dazu? Wubite macht eine wegwerfende Handbewegung. «Warum soll sie unglücklich sein? Besser kein Mann als einer, der ihr das Leben zur Hölle macht.»

Asmera beendete nach der Trennung die 10. Klasse und besuchte ein Jahr die Berufsschule. Seit einem halben Jahr unterrichtet sie Erwachsene in staatlichen Alphabetisierungskursen: Schreiben, Lesen, Rechnen. Über dreihundert Bäuerinnen und Bauern sitzen dann auf langen Bänken in Schulen und Hallen. Sie liebt ihre Aufgabe, und die Schüler lieben ihren Unterricht. Sie setzt auf Humor, so lerne es sich leichter, sagt sie. Oft sei ihre Klasse so angeregt, dass sie die Zeit weit überziehe. Mit ihrem Job verdient Asmera nicht viel, aber es reicht für ein bescheidenes, unabhängiges Leben.

Pläne schmieden, Ziele haben

Asmera hat sich ein Häuschen mit einem Raum und Wellblechdach in Shemamdan gemietet, dem Hauptort der weitläufigen Gemeinde. Sie schläft auf einer Matte auf dem Boden, aber es gibt einen Kerosinkocher und Strom. Sie lebt dort ohne den kleinen Tamir, obwohl sie ihn schrecklich vermisst: weil sie arbeiten muss und weil sie bald wieder selbst die Schulbank drücken wird, um den Collegeabschluss nachzuholen. Mit stummem Wohlwollen lauscht die Grossmutter den Worten der Enkelin. Pläne schmieden, Ziele verfolgen, das gab es in ihrem eigenen Leben nie.

Gab es nichts, das früher besser war als heute? «Nichts, ich erinnere mich an rein gar nichts Gutes.»Wubite Tebeje, Grossmutter

«Wir Frauen haben auf dem Feld gearbeitet, wir wussten, wie man anpflanzt, wie man kocht und wie man bedient. Für mehr war weder Zeit noch Gelegenheit.» Schon als junge Ehefrau habe sie nächtelang Hirse und Gewürze gemahlen, von Hand auf einem flachen Stein. Eine beschwerliche, nie enden wollende Arbeit. Wubite hält inne, dann sagt sie: «Wir lebten in der Dunkelheit. Meine Enkelin lebt in der Sonne.»

Gab es überhaupt nichts, das früher besser war als heute? «Nichts, ich erinnere mich an rein gar nichts Gutes», sagt Wubite resolut. «Selbst Feste und Hochzeiten bedeuteten für uns Frauen bloss endlose Arbeit. Die Gäste mögen es genossen haben, wir haben nur gelitten.» Es war auch die Rollenverteilung, die das Leben so hart gemacht hat: Frauen erfuhren nichts. Die Welt draussen war Männersache. «Wir waren völlig unwissend, wir sassen bloss da und lebten», urteilt Wubite unerbittlich, und die Furchen um ihren Mund erscheinen einem nun noch tiefer. «Kümmere du dich um die Kinder», habe es nur geheissen. Damit widerspricht Wubite heftig dem Klischee, wonach Frauen in patriarchalen Gesellschaften durchaus ihren Einfluss hätten, wenn auch nur informell und innerhalb der Familien: «Wir haben gar nichts beeinflusst, wir haben uns immer nur gefügt.»

Die Menschen sind anders

Asmera schaudert es, wenn sie diese alten Geschichten hört. Man spürt, dass dies alles weit weg ist und nicht mehr viel mit ihrem eigenen Leben zu tun hat. Dass sie hier mit ihrer Grossmutter sitzt und so offen diskutiert, ist der beste Beweis dafür. Denn selbst wenn sich in ihrem Heimatdorf Gaqiew äusserlich wenig verändert hat, noch immer der Strom fehlt und die Menschen in Hütten wohnen, von denen nur wenige ein Wellblechdach haben: Heute gibt es eine Solarlampe von der Regierung in jedem Haushalt, ein Handynetz und einen Bus. Auch die Menschen haben sich verändert. Im Haushalt würden die Männer zwar immer noch keinen Finger rühren, aber in der Ehe könnten die Frauen heute sehr wohl mitbestimmen, sagt Asmera.

Und wie ist es für eine geschiedene Frau? «Klar reden die Leute», sagt Asmera, «aber das kümmert mich nicht. Heute kann eine Frau getrennt leben. Denn sie kann auf eigenen Beinen stehen, das ist das Entscheidende.» Viele Frauen arbeiten als Taglöhnerinnen oder betreiben einen kleinen Handel. «Und weisst du was?», meint Asmera. «Es gefällt ihnen vielleicht sogar, so zu leben. Ich jedenfalls ziehe meine Freiheit vor. Warum soll ich bei einem Mann bleiben und leiden?»

Jedem sein Leben

Als ihre Grossmutter noch jung war, war es einer Frau unmöglich, ihren Mann zu verlassen – nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen. Sie hätte fortan auch als ehrlos gegolten. «Heute sagen die Leute, das ist eure Sache, wen kümmerts? Wenn zwei nicht auskommen, soll jeder sein eigenes Leben leben», sagt Wubite.

Tamir soll es einmal viel besser haben als seine Mutter, ein Arzt soll aus ihm werden.

In diesen Worten schwingt auch ein wenig Trotz mit. Denn eine unkomplizierte Welt ist das äthiopische Hochland für Frauen noch heute nicht. Traditionen und ungeschriebene Regeln prägen den Alltag. Auswärtsessen zum Beispiel würde ihre Enkelin höchstens auf Reisen. Eine Frau mit eigenem Herd, die nicht daheim isst, erntet schiefe Blicke. Aber nach der Arbeit ein Bier trinken, auch mit männlichen Kollegen, sei kein Problem, versichert Asmera.

Warum gleich heiraten?

Das gönnt sie sich allerdings nur selten. Asmera spart. Ihr Mann habe sie verstossen, weil ihre Nebenbuhlerin ebenfalls eine Stelle bei den Behörden und einen eigenen Lohn hatte. Das doppelte Einkommen habe ihn gelockt, davon ist Asmera überzeugt. Sie würde nicht wieder heiraten, bevor sie nicht finanziell fest auf eigenen Beinen steht. Sowieso: Warum gleich heiraten? Eine Frau könne auch einfach einen Freund haben. Ist das so, Wubite? Die Grossmutter lacht auf. «Also für mich wäre das nichts! Aber die Jungen, warum nicht? Sie können selber entscheiden. Sie haben Glück.»

Momentan jedoch hat Asmera nur eins im Kopf: ihr eigenes Auskommen. Spätestens in zwei Jahren will sie Tamir zu sich holen. Sie will dafür sorgen, dass ihr Sohn in eine ordentliche Schule kommt und fleissig lernt. Er soll es einmal viel besser haben als sie, ein Arzt soll aus ihm werden. Auch Asmeras Name hat schliesslich eine Bedeutung, und sie hat vor, ihm gerecht werden. Er bedeutet: «Sie hat es gut gemacht.»

Aufgezeichnet von Susanne Strässle


Nepal

Eine vorausschauende Frau: Grossmutter Manpura Shahi ermöglichte ihrem Sohn eine Ausbildung und dieser schickte auch seinen Sohn zur Schule. Foto: Simon Opladen/Helvetas

Der Enkel: Govind Shahi (17), Veterinärassistent, ledig. Er wohnt mit Bruder und Eltern in Kolanda in Birpath, einem Weiler mit 32 Familien im äussersten Westen des Landes.

«Ich bin schon immer gern zur Schule gegangen. Bis in die 8. Klasse war ich der beste Schüler. Und so wollten alle, dass ich weiterstudiere. Auch ich wollte es, und ich habe mir meinen Vater als Beispiel genommen. Er hat einen kleinen Shop, in dem er Tiermedikamente verkauft. Als ich mir wegen der Finanzen Sorgen machte, hiess es: Wir kommen hier schon zurecht, zerbrich dir nicht den Kopf. Arbeite hart und lerne eifrig, sagte meine Mutter. Du sollst studieren und zu den Leuten nett sein, sagte meine Grossmutter.

An der Mittelschule im weit entfernten Bardiya hatte ich Heimweh, doch nach zwei Monaten wurde es besser. Ich habe dort viel gelernt, vor allem über Tierpflege und neue Impfmethoden. Und ich habe gelernt, Krankheiten zu erkennen und zu heilen und wie man Rechnungen ausstellt und eine Buchhaltung führt.

Später möchte ich in einem Dorf leben, wo die Menschen auf dem Markt zusammenkommen, und ich werde nicht nur meine Familie ernähren, sondern dazu beitragen, die Lebensumstände in der ganzen Region zu verbessern. Jetzt arbeiten die meisten Bauern so, wie sie es von ihren Vätern gelernt haben. Doch das kann sich ändern, wenn wir nicht nur für uns produzieren, sondern für den Verkauf. Dazu müssen wir aber die Möglichkeiten unserer Gegend kennen lernen und sie nutzen. Wir müssen hochwertige Nahrungsmittel produzieren, die auf dem Markt eine Chance haben. Warum nicht auch Kartoffeln, Zwiebeln, Kurkuma oder Walnüsse?

In dreissig Jahren werden alle Dörfer mit Strom versorgt sein. Das sind keine Hirngespinste. Der Entwicklungsprozess läuft schon. Und ich bin Teil davon. Man wird hier ein gutes Leben haben. Ein gutes Leben da, wo man daheim ist. Das ist besser, als auszuwandern.

Meine Grossmutter stand am Anfang von allem. Weil sie darauf achtete, dass mein Vater etwas lernte.

Meine Grossmutter war es, die sich vor allem um mich kümmerte, als ich klein war. Die Eltern waren ja im Laden und auf dem Feld. Meine Grossmutter hat mir gesagt, was gut und falsch ist. Arbeite hart, sagte sie. Studiere fleissig. Dann wirst du weiterkommen. Sie selber hatte ein hartes Leben. Früh verwitwet mit einem dreijährigen Buben. Allein auf diesem Bauernhof. Sie selber hat nicht lesen gelernt, aber es war ihr immer bewusst, wie nachteilig das ist. Deshalb achtete sie darauf, dass ihr einziger Sohn dieses Defizit nicht hatte. Dafür bewundere ich sie, und ich bin ihr dankbar. Denn sie stand am Anfang von all dem, was heute hier ist. Weil sie darauf achtete, dass mein Vater etwas lernte. Die Schule besuchte, sich weiterbildete. Weil sie auch mich ermuntert und ermahnt.»

Die Grossmutter: Manpura Shahi (75), Bäuerin. Sie lebt mit Sohn, Schwiegertochter und den beiden Enkeln im Weiler Kolanda in Birpath.

«Ich war elf Jahre alt, als ich meinem Mann versprochen wurde. Er war zehn Jahre älter als ich. Mit 13 wurde ich verheiratet. Die drei ersten Kinder habe ich verloren, das vierte dann war: Chakra, Govinds Vater. Mein Mann starb, als Chakra drei Jahre alt war. Das ist so lange her. Ich habe nicht wieder geheiratet.

Nach dem Tod meines Mannes lebte ich bei seiner Familie in einem kleinen Zimmer. Niemand half mir. Hunger hatten wir nicht, aber wir assen kein Fleisch, und wir hatten keinen Honig. Ich hatte eine Kuh, das war alles. Es war schwer, sehr schwer. In der Nacht war es Nacht, und auch am Tag war es Nacht.

Als Chakra elf war, sagte ein Onkel, ich solle ihn doch zu ihm schicken. Er nahm meinen Sohn bei sich auf, bezahlte ihm das Schulgeld und half ihm bei der Schularbeit. Es hat mich traurig gemacht, meinen Sohn wegzugeben. Aber ich wusste, dass es für ihn besser war.

Ich konnte etwas lernen, mich verbessern. Zum ersten Mal wurde ich geachtet für das, was ich tat.

Ich war stark. Ich konnte arbeiten und machte alles, was man mit den Händen machen kann. Doch ich konnte weder lesen noch schreiben. Als ich 56 war, hörte ich von einem Gartenkurs. Ich habe mich sofort gemeldet, als Erste! Wir lernten, Gemüse anzupflanzen. Wir lernten, Tabak anzubauen. Es war eine neue Welt. Ich konnte etwas lernen, mich verbessern. Zum ersten Mal wurde ich geachtet für das, was ich tat. Wir sprachen darüber, wie wir miteinander umgehen, und wir lernten, das anständig zu tun.

Chakra war da bereits erwachsen, und ich forderte ihn auf, den Kurs auch zu besuchen und sich meiner Bauerngruppe anzuschliessen. Dort merkten die andern schnell, wie klug er war. Er leitete Sitzungen. Er führte die Bücher. Und schliesslich wählte die Gruppe ihn dafür aus, einen Kurs in Tiermedizin zu besuchen. Das machte mich stolz.

Als er nach einigen Wochen zurückkam, wusste er, wie man Tiere impft und wo man Impfstoffe bekam. So etwas hätte ich nie lernen können, aber er machte es. Und jetzt lernt Govind etwas Ähnliches. Nur genauer, sagt Govind. Er ist ein guter Junge. Ich bin stolz auf ihn, und er sagt, er sei stolz auf mich.»

Aufgezeichnet von Hanspeter Bundi


Bolivien

«Sie weiss was sie will:» María Paz (l.) über ihre Enkelin Noemí Geovanna Mamani Quispe (2.v.r.). Foto: Jules Tusseau/Helvetas

Die Enkelin: Noemí Geovanna Mamani Quispe (19), ledig, lebt mit Eltern und Bruder in einem kleinen Haus in Achocalla, 15 Kilometer ausserhalb der Hauptstadt La Paz.

«Wenn meine Grossmutter von früher erzählt, bedrückt es mich, wie schwer sie es hatte. Ja, das Leben ist einfacher geworden. Wir haben Strom, Trinkwasser, wir nehmen den Bus, wenn wir nach La Paz wollen. Im Haus haben wir ein Radio, und wenn ich unterwegs bin, kann ich mit meinem Mobiltelefon jederzeit ins Internet gehen. Wenn das Guthaben reicht.

Der grösste Unterschied zum Leben meiner Grossmutter ist der, dass ich etwas lernen kann. Ich will unbedingt studieren und in einer namhaften Institution oder für ein bekanntes Unternehmen arbeiten.

Meine Eltern finden es unnötig, dass ich weiterstudiere. Ich hätte ja schon einen Mittelschulabschluss, das reiche, sagen sie. Aber ich lasse mich nicht abhalten und besuche Vorbereitungskurse für die Universität. Mein Leben muss ich mir selber verdienen. Im Moment arbeite ich ungefähr vierzig Stunden pro Woche für einen Gartenbauer. Der Lohn reicht für meine persönlichen Ausgaben, und ich kann auch noch für meine Eltern einkaufen. Ausserdem helfe ich meiner Mutter im Haus und im Garten. Am liebsten stehe ich am Kochherd und probiere neue Rezepte aus.

Meine Schwestern haben früh geheiratet. Sie sagen, ich solle mein Leben nicht ruinieren, so wie sie.

Heiraten will ich erst, wenn ich mein Studium beendet habe. Das hat auch mit meinen Schwestern zu tun. Sie haben früh geheiratet, und sie haben es nicht gut getroffen. Sie können nicht mehr studieren und müssen für die Familie da sein. Sie sagen, ich solle mein Leben nicht ruinieren, so wie sie.

Meinen Mann werde ich selber aussuchen, doch meine Eltern dürfen ihre Meinung sagen. Ich hätte gern zwei Kinder, möglichst ein Mädchen und einen Jungen. Mein Leben ist zwar leichter als das meiner Grossmutter, aber es ist auch komplizierter und härter geworden. Was mir fehlt, ist die Unterstützung durch die Familie. Ich wäre froh, wenn meine Eltern mehr hinter mir stehen würden und hinter dem, was ich mache. Die Grossmutter ist eigentlich die einzige, die mich ermuntert, weiterzumachen. Und ich werde weitermachen. Wenn ich mich anstrenge und etwas wirklich will, kann ich es auch erreichen.»

Die Grossmutter: María Paz (68), verheiratet, Bäuerin, acht Kinder. Sie lebt mit ihrem Mann in einem Lehmziegelhaus in Achocalla. Sie sind Kleinbauern, besitzen neun Kühe, Schafe, bauen Gemüse an, vor allem für den Eigenbedarf.

«Ich bin in Achocalla geboren und habe immer hier gelebt, genauso wie mein Mann. Meine Eltern waren arm. Wir lebten zu sechst in einem Haus. Alle Kinder schliefen im gleichen Zimmer. Wir assen Mais, Quinoa, Kartoffeln und Bohnen oder Linsen. Auf dem Markt kauften wir Teigwaren, Reis, Kochbananen, manchmal Früchte und als grosse Ausnahme etwas Süsses.

Milch gab es nur für die Kinder. Strom hatten wir keinen, und das Wasser holten wir aus Ziehbrunnen. Im Sommer mussten wir dafür bis zu zwei Stunden weit gehen. Auch wenn wir in der Hauptstadt etwas zu erledigen hatten, gingen wir zu Fuss. Eine Busverbindung gab es noch nicht.

Meine Eltern haben alle Kinder in der Schule eingeschrieben, aber nur der Bruder hat die Volksschule abgeschlossen. Unsere Eltern wollten, dass die Mädchen kochen lernen. Und so haben wir kochen gelernt, und wir haben in der Landwirtschaft geholfen, und einige Jahre lang habe ich in La Paz die Milch unserer Kühe an Private verkauft. Ich ging drei Jahre zur Schule, kann ein wenig lesen, schreiben und rechnen – gerade so gut, dass ich in der Stadt unser Gemüse und die Milch verkaufen konnte.

Unsere Eltern wollten, dass die Mädchen kochen lernen. Und so haben wir kochen gelernt.

Nach der Heirat bekam ich mit 18 Jahren das erste Kind, sieben weitere folgten. Ich habe sie alle grossgezogen, habe meinem Mann in der Landwirtschaft geholfen, und ich helfe ihm auch heute noch. Das ist mein Leben.

Heute haben die jungen Leute mehr Möglichkeiten. Leider nutzen nicht alle die Chance. Sie trinken zu viel, und die Mädchen werden zu früh schwanger. Noemí ist eine Ausnahme. Sie ist eine ruhige Person, ganz anders als ihre Schwestern. Sie hilft ihren Eltern. Gleichzeitig will sie studieren, und ich habe beobachtet, wie sie vorwärtskommt. Wie sie die Volksschule und die Mittelschule abschloss. Sie weiss, was sie will.»

Aufgezeichnet von Wendy Rivera


Burma

Das Militär prägt das Leben beider Frauen: Grossmutter Naw Paw Shee fürchtet sich vor Soldaten, Enkelin Naw Hla Thazin weiss, dass die bewaffnete Macht den Reformprozess stoppen kann. Foto: Flurina Rothenberger/Helvetas

Die Enkelin: Naw Hla Thazin (24), ledig, Angestellte bei einem Hilfswerk, lebt mit Eltern und Schwester in Shwe Pyi Thar, im Norden Yangons. Sie studiert Philosophie und möchte später Lehrerin werden.

«Fast zwanzig Jahre lang war der Stadtteil Shwe Pyi Thar für mich eine ruhige und sichere Welt. Hier hatte ich alles, was ich brauchte: genug zu essen, Ausbildung, Ärzte und Geld, um Kleider zu kaufen. Ich musste mich um nichts kümmern. Was habt ihr doch für ein sicheres und leichtes Leben, sagte mir die Grossmutter manchmal. Ich wusste nicht genau, was sie damit meinte.

Bis ich zwanzig Jahre alt wurde. Während der Highschool besuchten wir ein Flüchtlingslager in Thailand, wo nahe der Grenze Menschen aus dem Minderheitenvolk der Karen lebten. Sie waren aus ihren Dörfern vertrieben worden. In diesem Flüchtlingslager sah und hörte ich, was die Diktatur angerichtet hatte. Ich sah, wovon mir die Grossmutter manchmal erzählt hatte: das Leiden unter einem allmächtigen Militär.

Mein Leben ist seither ein anderes. In einer Hilfsorganisation konnte ich meine Empörung in Arbeit umsetzen. Es ging unter anderem darum, die Rechte der Bauern zu schützen und Landgrabbing zu verhindern. Nach wie vor will ich auf Ungerechtigkeiten hinweisen. Ich will Lehrerin werden und Jugendliche zu selbstbewussten Menschen erziehen. Sie sollen gut auf ihren Beruf vorbereitet sein und wissen, wie wertvoll die Freiheit ist.

Burma hat sich geöffnet. Uns erreichen Informationen aus aller Welt. Das Militär hat einen Teil seiner Macht abgegeben, und wir haben die Chance, unser Land zu verändern. Damit gehöre ich zu einer privilegierten Generation. Für meine Grossmutter ist das anders. Sie hat heute noch Angst, über das Militär zu reden. Meine Generation kennt diese Angst nicht.

Ich kann einen Beruf wählen, kann politisch aktiv sein. Meine Grossmutter kannte diese Freiheiten nicht.

Burma ist noch keine Demokratie, aber wir sind auf dem Weg dorthin. Das Militär hat immer noch zu viel Macht. Bei uns in Shwe Pyi Thar sind zwar nur selten Soldaten zu sehen, aber das Militär ist in unseren Köpfen präsent. Bei meiner Grossmutter in Form von Angst. Bei mir, weil ich weiss, dass die Militärs den Reformprozess stoppen könnten. Trotzdem würde ich sagen, dass ich frei bin. Ich kann einen Beruf wählen, ich kann politisch aktiv sein. Meine Grossmutter hingegen hat diese Freiheiten nicht gekannt. Ihr wünsche ich, dass sie trotzdem zufrieden zurückblicken und sagen kann: Ich habe es gut gemacht.»

Die Grossmutter: Naw Paw Shee (66), Hausfrau, verwitwet, sieben Kinder. Sie lebt mit zwei Töchtern und ihren Familien, insgesamt neun Personen, in einem kleinen Haus nur wenige Gehminuten von ihrer Enkelin weg.

«Freiheit heisst für mich, dass man nie wegrennen muss, immer genug Arbeit und genug zu essen hat. Es war nicht friedlich im Dorf, aus dem ich komme. Unsere Familie hatte ein schönes Stück Land, auf dem wir Reis, Sesam und Bohnen anpflanzten. Aber wir hatten zwei Armeen im Dorf: die Befreiungsarmee der Karen und die offizielle Armee des Staates.

Die Soldaten der Befreiungsarmee wohnten in den Hügeln und Wäldern und kämpften für die Autonomie unseres Minderheitsvolkes. Sie waren freundlich zu uns. Vor den Soldaten des Staates hatten wir Angst. Sie brachen in unsere Häuser ein und beschuldigten uns, dass wir die Befreiungsarmee unterstützten.

Wenn sie anrückten, flohen wir in die Wälder. Nicht alle hatten genug zu essen dabei, aber wir halfen einander. So überstanden wir die Tage, bis wir wieder ins Dorf zurückkehren konnten.

Als ich neun Jahre alt war, wurde mein Vater bei der Feldarbeit von einer Schlange gebissen und starb. Wir blieben noch einige Zeit im Dorf. Ich war zwölf Jahre alt, als wir wieder einmal in den Wald fliehen mussten. Meiner Mutter war bewusst, dass der Krieg weitergehen würde. Deshalb beschloss sie, mit mir und meinen Geschwistern wegzuziehen, um in Rangun zu leben.

Ich war nicht traurig, als wir unsere Felder und unser Dorf verliessen. Im Gegenteil. Denn in Rangun gab es keine Kämpfe, und ich lebte nicht ständig in Angst. Ich bin nie mehr ins Dorf zurückgekehrt. Ich will jetzt nicht mehr über das Militär reden. Es schmerzt mich zu sehr. Nein, gehasst habe ich die Soldaten nicht. Aber da war immer diese Angst, die ich als kleines Kind gehabt hatte, und die kann ich nie ganz vergessen.

Ich bin froh, dass meine Enkelin nicht mit der gleichen Angst aufgewachsen ist wie ich. Sie musste nie fliehen.

Am 8. November 2015 bin ich wählen gegangen. Es waren die ersten Wahlen seit 25 Jahren. Ich habe die Partei von Aung San Suu Kyi gewählt. Sie ist eine gute Frau. Jetzt bin ich alt, und ich wünsche mir ein ruhiges Leben ohne Angst. Ich bin froh, dass meine Enkelin nicht mit der gleichen Angst aufgewachsen ist wie ich. Sie musste nie fliehen.»

Aufgezeichnet von Hanspeter Bundi


Bangladesh

Die eine hat von der Welt nichts gesehen, die andere will im Ausland studieren: Sinthia Sultana Dulon mit ihrer Grossmutter Sokhina Khatun. Foto: Gabriele Grossenbacher/Helvetas

Die Enkelin: Sinthia Sultana Dulon (22), ledig, Informatikstudentin; wohnt mit Eltern, Schwester und einem Onkel in einer Dreizimmerwohnung in Dhaka. Ihr Vater ist Fahrer, die Mutter Hausfrau. Mit einem Einkommen von rund rund 500 Franken gehört die Familie zum oberen Mittelstand.

«Nie könnte ich so leben wie meine Grossmutter. Ihr Leben war eintönig und unfrei. Ich möchte Spass haben, frei sein. Ich trage Jeans, wenn auch unaufdringliche – so, wie Kultur und Tradition es verlangen.

In Dhaka ist es für Frauen gefährlich, allein unterwegs zu sein. Wir wissen das, aber wir gehen trotzdem aus. Anders als die Jungs brauchen wir dafür zwar die Erlaubnis der Eltern. Wenn ich sie frage, ob ich ausgehen darf, sind sie immer einverstanden.

Ich habe viele Hobbies: Malen, Musik hören, Tischtennis, Fussball. Im Handball habe ich sogar Medaillen gewonnen. Doch am wichtigsten ist mir das Internet. Dort kann ich Musik hören, Spiele spielen, Informationen für das Studium herunterladen. Im Internet kann ich überallhin reisen. Von der Welt und selbst von Bangladesh habe ich noch kaum etwas gesehen. Das will ich ändern. Wenn ich in zwei Jahren den Bachelor habe, möchte ich im Ausland studieren.

Alle Eltern wollen einen Sohn. Meine Eltern haben keinen. Ich will für sie alles sein, was auch ein Sohn für sie wäre.

In zehn Jahren will ich in einer führenden Position sein und meine Eltern stolz machen. Es wird schwierig, denn der Arbeitsmarkt ist hart. Umso wichtiger ist es, an einer sehr guten Uni zu studieren.

Alle Eltern wollen einen Sohn. Meine Eltern haben keinen. Wir sind zwei Mädchen. Ich will für sie alles sein, was auch ein Sohn für sie wäre. Ja, ich bin ihr Sohn! Die Frauen in meinem Alter sind glücklicher als die Frauen früher. Wir lieben es, Neues auszuprobieren. Einen Boyfriend habe ich nicht. Das will ich nicht – und meine Eltern würden es mir auch nicht erlauben. Ich will nicht heiraten! Wie sähe denn meine Zukunft aus? Kochen? Das ist nicht in meinem Plan.»

Die Grossmutter: Sokhina Khatun (ca. 75), Hausfrau. Als Mädchen wurde sie mit ihrem fast zwanzig Jahre älteren Cousin verheiratet. Sie brachte zehn Kinder zur Welt, von denen neun überlebten. Mit ihrem Mann, ihrem Sohn und dessen dreiköpfiger Familie wohnt sie in einer Dreizimmerwohnung.

«Ich wuchs in der Familie eines Onkels auf, der mich zu sich nahm, als ich sieben Jahre alt war. Er behandelte mich wie sein eigenes Kind, aber ich durfte keine Schule besuchen. Ich durfte unser Haus und den Innenhof nicht verlassen. Nie bin ich durch das Tor getreten, denn draussen war es für Mädchen zu gefährlich.

Die ganzen Jahre blieb ich daheim, half beim Kochen und hütete meine jüngeren Geschwister. Ich wusste zwar, dass andere Kinder zur Schule gehen, aber ich redete mir ein, dass es für mich besser sei, nicht zu gehen. Heute weiss ich, dass ich gern zur Schule gegangen wäre.

Als ich so alt war wie meine Enkelin heute, hatte ich schon zwei Kinder. Die Ehe war von meinem Onkel arrangiert worden. Ich war 17 Jahre alt, als er mich mit einem Cousin verheiratete.

Auch nach der Hochzeit ging ich nie aus dem Haus. Ich hatte ein wenig Angst davor, und so stimmte die Situation für mich. Die Einkäufe machte mein Mann, er arbeitete in einer Chemiefabrik. Wir hatten Strom und teilten einen Brunnen, drei Bäder und drei Toiletten mit sechs Nachbarsfamilien. Manchmal kamen Freundinnen zu Besuch.

Ich durfte unser Haus nicht verlassen. Nie bin ich durch das Tor getreten, draussen war es für Mädchen zu gefährlich.

Im Haus hatte ich keine Angestellten, denn das war zu unsicher: Angestellte können stehlen. Und so war ich es, die alle Arbeiten erledigte. Wenn ich gekocht hatte, assen mein Mann und die Kinder zusammen im Wohnzimmer, und ich ass nachher in der Küche, was übrig geblieben war. Solange die Kinder klein waren, legte ich mich nach dem Mittagessen für eine Stunde mit ihnen hin.

Die Jungen haben heute viel Freiheit. Sie können ausgehen, ihren Ehemann selber auswählen, Jeans tragen. Das ist in Ordnung. Es ist aber wichtig, dass die Jungen die Traditionen einhalten. Ich bin froh, dass Sinthia und alle meine Enkelkinder auf ihre Eltern und Grosseltern hören und gewisse Grenzen nicht überschreiten.

Es gibt Dinge, die früher besser waren: Es gab weniger Menschen auf der Strasse. Die Nahrung war frisch, und es hatte keine Gifte in Früchten und Gemüse.

Mich macht es glücklich, dass meine Enkel es einfacher haben, als ich es hatte. Sie sind gut ausgebildet. Sie sind die Zukunft. Wir sind die Vergangenheit. Ich hoffe, dass sie glücklich sind. Es sieht ganz danach aus. Inschallah.»

Aufgezeichnet von
Gabriele Grossenbacher


Nachhaltiger Fortschritt

Die Generationenporträts in dieser Geschichte sind in Zusammenarbeit mit Helvetas entstanden. Die Mitarbeitenden der Entwicklungsorganisation begegnen in ihrer Arbeit mit armen und benachteiligten Menschen in rund dreissig Ländern täglich Frauen und Männern, die es mit wenig Unterstützung aus eigener Kraft schaffen, für sich und die kommende Generation bessere Lebensbedingungen zu ermöglichen. Helvetas ist eine politisch und konfessionell unabhängige Schweizer Entwicklungsorganisation. Sie leistet Hilfe zur Selbsthilfe und erreicht damit echte Veränderungen im Leben armer und benachteiligter Menschen – von Generation zu Generation. Helvetas konzentriert sich auf die Bereiche Wasser, Bildung, wirtschaftliche Entwicklung, Demokratie und Umwelt. helvetas.ch

* Dieser Artikel erschien erstmals am 24. Januar 2018 in der Annabelle.

(Annabelle)

Erstellt: 13.08.2018, 21:18 Uhr

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