«Durch Porno stellen viele einfach nur fest, was sie interessiert»

Fabian Thylmann, ex-Besitzer von Youporn und Pornhub, über das Geschäft mit der Lust - und wie er es seinen Töchtern erklären wird.

«Sex ist eine Ursache für viele Probleme»: Fabian Thylmann. (Foto: Facebook)

«Sex ist eine Ursache für viele Probleme»: Fabian Thylmann. (Foto: Facebook)

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Der Internet-Unternehmer hat sich ein paar Minuten verspätet, der Termin beim Anwalt hat etwas länger gedauert. Fabian Thylmann bestellt Scampi und Fisch, die nicht auf der Karte des Restaurants stehen. Der Koch bereitet sie aber natürlich gerne extra für ihn zu. Es hat eben Vorteile, wenn einem das Lokal gehört, in dem man das Interview gibt. Thylmann, 39, besitzt auch noch einen Techno-Club, aber das ist nichts im Vergleich zu früher, als ihm die grössten Pornowebseiten der Welt gehörten.

Kompliment, Herr Thylmann. Sie sehen gar nicht so aus, wie man sich einen ehemaligen Pornokönig vorstellt.
Ja, das habe ich auch schon gehört (lacht).

Das New York Magazine nannte sie sogar den «wohl grössten Porno-Tycoon der Welt». Ihnen haben die bekanntesten Sexvideoseiten im Internet gehört, etwa Youporn und Pornhub. Diese Webseiten werden so oft angeklickt wie Amazon oder Wikipedia. Allein Pornhub hat vergangenes Jahr 92 Milliarden Videos gezeigt.
Es ist unglaublich. Ich frage mich manchmal auch, warum die Menschen so wild auf Pornos sind.

Und was glauben Sie, woher kommt das?
Die Antwort ist banal: So scheinen einfach die Bedürfnisse von Menschen zu sein. Das ist ja offensichtlich keine Minderheit, und das sind ja auch nicht alles kranke Menschen, die nur an Sex denken.

Video: Sex-Geschäft in Zürich

An der Extasia im Mai plauderten drei Erotikdarstellerinnen und ein Erotikdarsteller über ihren Job.

Obwohl Millionen Menschen Ihre Webseiten besucht haben, kennt Sie kaum jemand.
Ich habe auch kein Verlangen danach, ich bleibe gerne im Hintergrund.

Wie sind Sie dazu gekommen, Ihr Geld mit Pornowebseiten zu verdienen?
Ich habe schon als Schüler viel programmiert und war später mit 18 Jahren oft in Chatrooms unterwegs und bin dabei über diesen Bereich gestolpert.

Ah, gestolpert ...
Ich habe dort Leute kennengelernt und angefangen, für sie zu arbeiten. Wir haben Pornowebseiten gebaut. Und dann haben wir eine spezielle Software gebraucht, um Webmastern, die auf uns verlinken, eine Provision zu zahlen. Da uns keine bestehende flexibel gut genug war, habe ich selbst eine geschrieben. Als ich fertig war, haben wir das Programm jemandem gezeigt, der es toll fand und gekauft hat.

Umfrage

Wie regelmässig konsumieren Sie Pornos?







Sie waren damals noch jung und sind in Brüssel auf die Internationale Deutsche Schule gegangen. Wie haben Ihre Eltern reagiert, als sie gehört haben, womit Sie Ihr Geld verdienen?
Ich war immer offen zu meinen Eltern. Am Anfang war ich ja nur Dienstleister und habe mit der Pornobranche direkt nichts zu tun gehabt. Als es mehr wurde, haben wir mal darüber gesprochen, aber es war nie ein Problem für sie. Meine Eltern stehen heute noch zu mir.

Angeblich haben Sie schon mit 19 Jahren bis zu 35'000 Euro Umsatz im Monat gemacht. Wann wurden Sie Millionär?
Mit 28 Jahren hatte ich meine erste Million.

Sie hätten aufhören können zu arbeiten.
Ja, aber das machen Unternehmer nicht. Das ist ja langweilig. Ich hatte nur keine Lust mehr, mit den alten Partnern zusammenzuarbeiten, die weit weg in den USA lebten. Ich wollte etwas Neues starten, bei dem ich mehr Kontrolle habe.

Sie haben Ihre Million gleich wieder reinvestiert?
Ich habe eine deutsche Sexseite gekauft, die gut lief, und Live-Cams eingeführt. Das hat mehr Kunden angelockt. So habe ich den Gewinn innerhalb von drei Monaten verdoppelt.

Das war aber wieder nicht genug. Sie wollten noch mehr.
Ja, der Erfolg hat mir Spass gemacht. Deshalb habe ich das Geschäft ausgebaut.

Ihr Ziel war es, der Grösste in der Pornoindustrie zu werden?
Es gab kein Ziel. Ich wollte einfach nur weiterwachsen und habe mich nach neuen Beteiligungen umgesehen. 2009 habe ich dann von einer kanadischen Firma einige populäre Bezahl- und Tube-Seiten gekauft, unter anderem Pornhub. Später kam dann noch Youporn dazu.

Bildstrecke: Das Niederdörfli war lange Zeit das Porno-Epizentrum der Schweiz

Die Tube-Seiten sind kostenlose und frei zugängliche Webseiten wie Youtube - mit dem Unterschied, dass dort Pornovideos gezeigt werden.
Dieses Unternehmen hat fünf jungen Kanadiern gehört, die sich vom Tischfussball kannten. Die waren noch jünger als ich damals, haben auch als Webmaster von Pornoseiten angefangen und sind in dieses Geschäft so reingeschlittert. Sie hatten ein Team von 200 Mitarbeitern, die sehr gut geführt wurden. Das war ein Asset, um darauf aufzubauen und zu expandieren.

Wie haben Sie eigentlich Geld verdient, wenn die Videos kostenlos sind?
Mit den Gratisseiten haben wir versucht, die Kunden auf die Bezahlseiten zu leiten. Dort gab es mehr Auswahl und längere Filme in besserer Qualität zu sehen.

Es gibt Vorwürfe, dass Sie Ihren Konzern mit fragwürdigen Methoden aufgebaut haben. So heisst es, dass Ihre Pornoseiten mit raubkopierten Videos gross geworden sind.
Als ich diese Tube-Seiten gekauft habe, gab es sie schon seit zwei Jahren. Ob davor so etwas gemacht wurde, kann ich nicht beurteilen. Wir hatten teilweise Content auf der Seite, bei dem ich nicht wusste, woher er kam, den haben wir beim Kauf gelöscht. Wir sind auf keinen Fall mit Videos gross geworden, die von mir gestohlen wurden. Man kann mir vorwerfen, dass jeder seinen Content bei uns hochstellen konnte. Das war so - das ist aber auch bei Youtube so.

Sie hatten einen unbekannten Investor, der Ihnen mit 362 Millionen Dollar geholfen hat, diese riesige Expansion zu finanzieren. Es gibt Gerüchte, dass Sie nur ein Strohmann waren.
Gerüchte gibt es viele, aber sie stimmen nicht. Dieser Investor war ein anonymer Fonds in New York. Das war eine Abschirmung für die eigentlichen Geldgeber, die sich, soweit ich weiss, bis heute nie dazu geäussert haben. Es handelt sich jedoch um bekannte und seriöse Finanzierungspartner. Pornos haben bei Banken keinen guten Ruf, damit will niemand etwas zu tun haben. Da ist es leichter, für einen Waffendeal Geld zu bekommen.

Die jungen Kanadier, deren Firma sie aufgekauft haben, waren keine klassischen Pornoproduzenten, sondern Nerds. Genau wie Sie.
Ja, wir sind technisch an das Thema ran. In Los Angeles und Las Vegas, wo die Pornos vor allem gedreht wurden, haben sie das Geschäft noch betrieben wie früher, als sie VHS-Kassetten produziert haben.

Was haben Sie anders gemacht?
Wir haben uns vor allem um den Vertrieb und die Vermarktung der Videos gekümmert, nicht um die Produktion. Die war ausgelagert. Wir haben den Produktionsfirmen gesagt, was wir haben wollen. Aus den Analysen unseres Contents wussten wir sehr genau, was die Leute sehen wollen, viel genauer als die Produzenten früher.

Wollten Sie sich nicht die Finger schmutzig machen? Sie reden ja auch oft von «Content», wenn Sie über Ihre Pornos sprechen.
Wahrscheinlich wollten wir uns aus diesem Teil des Geschäfts raushalten.

Sie klingen, als ginge es um Waschmittel. Hat es für Sie je eine Rolle gespielt, dass es bei Ihren Geschäften um Pornos ging?
Ich habe mir darüber keine Gedanken mehr gemacht. Ich war ja schon länger in diesem Bereich tätig. Mir haben die Deals sehr viel Spass gemacht: etwas zu finden, das man besser machen kann - und es dann wirklich besser machen. Ein bisschen war es auch eine Trotzreaktion. Mich hat es aufgeregt, dass das was Schlimmes sein soll. Ich finde es nicht fair, dass das Pornogeschäft dieses extreme Stigma hat.

Aber Ihre kostenlosen Sexseiten haben den Umgang mit Pornografie im Internet verändert. Vorher waren Pornos hinter Paywalls mit einem Alters-Check versteckt, da konnte nicht jeder Minderjährige Hardcore-Videos ansehen.
Das stimmt. Das ist ein Thema, mit dem ich eher ein Problem hatte, weil ich selbst Kinder habe. Aber man muss sich irgendwann überlegen: Wie schlimm ist es wirklich, wenn ein 14- oder 15-Jähriger so etwas sieht? Haben wir früher nicht alle irgendwelche Sexheftchen angeschaut?

Aber in diesen Heften gab es kaum mehr als nackte Brüste zu sehen. Jugendliche, die Ihre Pornovideos anschauen, werden mit Gangbangs, Analverkehr und anderen krassen Sexpraktiken konfrontiert.
Das ist richtig. Das ist das Einzige, bei dem ich selbst gezweifelt habe. Aber ich bin immer noch der Meinung, dass die Eltern ihre Kinder aufklären müssen. Konfrontiert werden die Jugendlichen mit diesen Videos sowieso. Ob ich das mache oder nicht, wird daran nichts ändern. Wenn ich das bin, kann ich wenigstens ein bisschen kontrollieren, was für Videos gezeigt werden. Denn es gibt viele Pornoseiten, die viel schlimmeren Content anbieten. Ich weiss, es ist fraglich, ob man das als Ausrede akzeptieren kann.

Da es so frei zugängliche Hardcore-Pornos noch nicht lange gibt, sind wir Teil eines unfreiwilligen Langzeitexperiments. Wer weiss, wie beziehungsfähig Menschen sind, die so früh im Leben schon scharf auf Sexvideos sind?
Ich glaube, dass Pornos im Gegenteil eher hilfreich sein können. Sex ist ja eine Ursache für viele Probleme in Beziehungen. Und ich glaube, durch diese erzwungene Offenheit löst sich die Problematik, dass Paare nicht über Sex reden können.

Sie haben zwei Töchter, sechs und neun Jahre alt. Wissen Ihre Kinder, womit Sie Ihre Millionen verdient haben?
Noch nicht. Aber ich überlege immer wieder, wann ich es anspreche.

Sie trauen sich nicht?
Ich überlege noch, wie ich es machen soll. Mir ist aber klar, dass es sein muss. Ich will auf keinen Fall, dass irgendwann ein Schulfreund ankommt und sagt: Ich habe da was gehört ...

Befürchten Sie, dass Ihre Töchter Ihnen Vorwürfe machen werden, wenn sie sehen, wie Frauen teilweise in Pornos behandelt werden?
Ich glaube, es wird Zeiten geben, in denen das sein kann. Aber ich bin ziemlich offen zu meinen Kindern. Ich gehe davon aus, dass wir darüber reden, bevor sie mir Vorwürfe machen. Und ich glaube nicht, dass das ein grosses Problem ist.

Pornoseiten bedienen offensichtlich ein Bedürfnis, wie Sie eingangs gesagt haben. Diese Seiten prägen mit ihren Milliarden Videoabrufen aber auch im wahrsten Sinne des Wortes das Bild, das die Menschen von der Welt haben.
Ich glaube, das Bild, das die Menschen voneinander haben, war schon immer so. Die Menschen haben es früher nur unterdrückt. Solche Videos gab es ja auch vor 30 Jahren schon, sie waren nur viel schwieriger zu finden. Das mag für manche erschreckend sein, aber durch Pornoseiten stellen viele einfach nur fest, was sie interessiert.

Milliarden von Videoabrufen: Pornhub publiziert jedes Jahr eine Statistik zu seinen Nutzungszahlen. (Bild: Pornhub Year 2016 in Review)

Aber diese Bedürfnisse werden von der Pornoindustrie auch gezielt geweckt.
Wir schaffen die Bedürfnisse nicht, sie sind ja schon da. Sonst würden die Menschen nicht auf ein Video häufiger klicken als auf ein anderes, sie haben ja die Wahl. Sie wussten vorher nur nicht, was ihre Bedürfnisse sind.

Durch die Milliarden an Videos verfilmt die Industrie jetzt auch die bizarrsten Vorlieben.
Ich habe kürzlich mit einem US-Pornofilmproduzenten darüber gesprochen. Er sagt, sein grösstes Problem ist, dass durch die vielen Filme auf einmal neue Genres auftauchen, die die Zuschauer sehen wollen und die er bedienen muss. Ob er Lust darauf hat oder nicht. Das ist ein selbstverstärkendes System, ähnlich wie bei den Filterblasen bei Facebook. Man sieht, welche Pornos gut laufen, und dreht dann Filme, die ähnlich sind. So entstehen seltsame Trends. Es gibt zum Beispiel seit Kurzem zweideutig betitelte Videos, von angeblichen Schwestern, die Sex haben. Oder Stiefmutter und Tochter. Das ist leicht zu filmen und vorzutäuschen.

Das spricht dafür, dass die Videos immer extremer werden.
Sie werden nischiger. Man muss immer mehr ungewöhnlichen Content produzieren, um ihn verkaufen zu können. Das ist sicher ein selbstgeschaffenes Problem, das die Branche immer stärker haben wird.

Aber muss man jedes Bedürfnis auch bedienen? Muss man nicht auch eine Grenze ziehen?
Natürlich muss man das. Haben wir auch. Zu meiner Zeit habe ich vielen Content nicht erlaubt auf unseren Seiten. Videos mit Gewalt etwa. Das gab es bei uns nicht.

Da hört man aber andere Sachen.
Wir hatten eine Seite, die in die Richtung von Gewalt ging, mit der ich ein Problem hatte und wo ich immer wieder Content runtergenommen habe. Ich habe da auch Szenen löschen lassen. Ich habe natürlich ein Limit. Es gibt SM-Seiten, die ich nie machen würde.

Als Sie 2013 Ihr Pornobusiness verkauft haben, hatte Ihr Konzern mehr als 1200 Mitarbeiter, Standorte in Luxemburg, Zypern, Kanada, den USA, Grossbritannien, Irland und Hamburg. Ihr Jahresumsatz betrug angeblich bis zu 500 Millionen Euro. Wieso haben Sie aufgehört?
Mir hat es keinen Spass mehr gemacht, als ich gemerkt habe, dass es keine grossen Deals mehr gibt, die ich einfädeln könnte. Ich konnte nicht mehr wachsen, weil ich ja schon der Grösste war. Da fing ich dann an zu überlegen: Was mach ich jetzt?

Hatten Sie sich vielleicht vor lauter Gier übernommen? Seit 2012 hat die Staatsanwaltschaft in Köln gegen Sie wegen des Verdachts auf Hinterziehung von Unternehmensteuern ermittelt. Es gilt als eines der grössten Steuerstrafverfahren in der Geschichte der Bundesrepublik.
Schwieriges Thema. Ich habe vergangenes Jahr eine Verständigung mit dem Finanzamt erzielt, keiner hat entschieden, wer recht hat und wer nicht.

Stimmt es, dass Sie 26 Millionen Euro Steuern nachgezahlt haben?
Der genaue Betrag ist nicht wichtig, glaube ich. Die Struktur der Firma war ähnlich wie bei vielen Internetkonzernen. Es war ein kompliziertes Set-up - wie es auch bei Unternehmen existiert, die nicht in der Pornobranche arbeiten und die von den Medien nicht so wahrgenommen werden.

Aber das Firmengeflecht mit dem Hauptsitz in Zypern war doch so angelegt, um möglichst wenig Steuern zu zahlen?
Es war so angelegt, um gut investieren zu können. Alle anderen Länder, in denen wir Büros hatten, haben noch nie gefragt, wieso wir nicht mehr Steuern gezahlt haben. Ich kann es nicht nachvollziehen, wieso das in Deutschland anders ist.

Das Gericht in Köln hat das anscheinend anders gesehen. Und kürzlich sind Sie wegen Steuerhinterziehung zu einem Jahr und vier Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden.
Aber das war ein anderes Verfahren, da ging es um meine privaten Steuern.

War Ihr Antrieb auch die Gier nach Erfolg, nach Geld? Man will immer mehr?
Gier finde ich ein hartes Wort. Aber ich kann verstehen, dass manche Leute es so sehen. Ja, es kann sein, dass das so ist. Es ist immer schwierig, sich selbst zu beurteilen, aber ich persönlich glaube es von mir nicht. Ich denke eher, dass ich jetzt wieder mehr Ehrgeiz habe, etwas zu schaffen, als früher. Denn jetzt beginnt wieder etwas Neues. Nach all den Jahren wusste ich einfach, wie es funktioniert. Ich habe eine neue Challenge gebraucht.

Und was ist Ihre neue Herausforderung?
Ich investiere in Start-ups und habe unter anderem die Foto-App «Frontback» gekauft, mit der man ähnlich wie bei Instagram seine Bilder mit Freunden teilen kann. Wir müssen noch viel daran arbeiten, aber die App hat jetzt schon User auf der ganzen Welt. Mir ist völlig klar, dass dieser Markt mit Instagram und Snapchat sehr voll ist. Das ist eine extreme Herausforderung, aber es macht mir Spass, gerade weil es so schwierig ist. Und ich habe den Luxus, dass ich mir Zeit lassen kann. Ich habe ja genügend Geld.

Erstellt: 05.08.2017, 16:00 Uhr

Zur Person

Fabian Thylmann wurde 1978 in Aachen geboren. Schon während seiner Schulzeit in Brüssel arbeitete er als Programmierer. 2006 verkaufte er seine Affiliate-Tracking-Software, mit der Sexseiten Provisionen für Links zahlen können, und wurde dadurch zum Millionär. 2009 übernahm er für geschätzte 140 Millionen Dollar das kanadische Unternehmen Mansef (später Manwin), das Sexseiten wie Pornhub betreibt. 2012 wurde er wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung festgenommen und gegen Kaution entlassen. 2013 verkaufte er Manwin. Das Verfahren gegen ihn wurde im November 2016 gegen eine Geldauflage angeblich in Millionenhöhe eingestellt. Im Dezember 2016 wurde er in einem abgetrennten Verfahren wegen Hinterziehung von Einkommensteuer zu 16 Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Thylmann lebt in Belgien, er ist geschieden und hat zwei Töchter. Ihm gehören in Köln unter anderem ein Restaurant und der bekannte Techno-Club "Bootshaus".

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