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Ein Dank, an alle, die putzen

Heute ist Internationaler Tag der Putzfrau. Eine Würdigung all jener Frauen und Männer, die Krümel aus der Tastatur holen, Wohnungen aufräumen und WG-Streits verhindern.

Ihre Leistung übersehen wir gerne: Eine Raumpflegerin bei der Arbeit.
Ihre Leistung übersehen wir gerne: Eine Raumpflegerin bei der Arbeit.
Keystone

Liebe Putzfrauen und -männer

Heute ist der Internationale Tag der Putzfrau, dieser Tag gehört euch allen, die ihr uns hinterherputzt. Hoffentlich könnt ihr ihn feiern, verdient habt ihr es.

Weil ihr mühsam die Krümel wegputzt, die aus dem Gewürzschrank auf den fettig-klebrigen Dampfabzug gefallen sind.

Weil ihr für uns gegen den angeblich pflegeleichten Gussharzboden kämpft, auf dem selbst der kleinste Saucenfleck hält wie Beton.

Weil ihr bei Kunden wie meinem Schwager und seiner Familie nicht nur putzen, sondern immer auch ein elendes Chaos beseitigen müsst.

Weil ihr im Treppenhaus den Kaffee wegwischt, der jemand auf dem Weg zum Arbeitsplatz verschüttete.

Weil ihr im Büro unsere Krümel und Popel aus der Tastatur schüttelt.

Weil ihr die verschissene WC-Schüssel putzt, für die sich der faule Bürokollege nicht verantwortlich fühlt.

Weil euch der Angestellte im Grossraumbüro am Morgen lieber anschnauzt, als sich fürs Staubsaugen unter seinem Pult zu bedanken.

Weil zu viele Menschen misstrauisch und kleinlich gegenüber euch sind.

Weil zu viele Leute euren Job für einfach halten.

Weil ihr dabei aber Gelenkprobleme und Allergien riskiert.

Weil euch viele Schweizer immer noch lieber schwarz beschäftigen, weil ihnen der Papierkram für eine legale Anstellung mit Sozialabgaben zu mühsam ist.

Weil gewisse Personen euch sogar eine minimale Anhebung des Mindestlohns missgönnen.

Weil ihr nicht nur Wohnung, Büros und Busse reinigt, sondern auch diejenigen glücklich macht, die ihr mit eurer Arbeit entlastet.

Weil ihr auch in WGs putzt.

Weil ihr somit Ämtliplan-Streitereien verhindert.

Weil ihr auch in anderen Haushalten Frieden stiftet.

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