Zum Hauptinhalt springen

Eine alte Tugend kehrt zurück

Bescheidenheit steht wieder hoch im Kurs. In Zeiten des Überflusses verspricht sie Glück und Sinn. Doch Bescheidenheit ist in Wahrheit eine Luxustugend.

Blaues Blut im Untergrund: Anlässlich des 150. Geburtstages der Londoner U-Bahn fahren Prinz Charles und Camilla mit der Tube – zum ersten Mal seit einem Vierteljahrhundert. (30. Januar 2013)
Blaues Blut im Untergrund: Anlässlich des 150. Geburtstages der Londoner U-Bahn fahren Prinz Charles und Camilla mit der Tube – zum ersten Mal seit einem Vierteljahrhundert. (30. Januar 2013)
AFP
Bringt Bescheidenheit nach Rom: Papst Franziskus bei seiner Amtseinsetzung im Vatikan. (19. März 2013)
Bringt Bescheidenheit nach Rom: Papst Franziskus bei seiner Amtseinsetzung im Vatikan. (19. März 2013)
Keystone
Feiern bis zum Exzess: Ausgelassene Stimmung an der Street-Parade in Zürich (13. August 2011).
Feiern bis zum Exzess: Ausgelassene Stimmung an der Street-Parade in Zürich (13. August 2011).
Keystone
1 / 10

Jorge Mario Bergoglio alias Papst Franziskus hat die Herzen der Weltöffentlichkeit im Handumdrehen gewonnen: durch seine herzliche Bescheidenheit. Die Medien loben «die neue Bescheidenheit» und den «Papst der Bescheidenheit». Der neue Papst schmückt sich nur zurückhaltend mit kirchlichem Pomp. Plötzlich sprechen alle davon, dass Bergoglio als Erzbischof von Buenos Aires am liebsten mit dem Bus durch die überfüllten Strassen der Metropole fuhr. Die positive Resonanz – nicht nur unter Katholiken – wirkt wie ein kollektives Aufatmen: Wir haben den richtigen Papst zur richtigen Zeit, oder: Bescheidenheit hat Konjunktur.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.