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Endlich Emmentaler

Unser Autor war kein Freund des Schweizer Nationalkäses, bis er den «Urtyp» entdeckte. Eine Liebeserklärung – fast.

MeinungDaniel Böniger
Die Löcher des Nationalkäses kosten nichts – aber lohnt es sich, für den Rest zu bezahlen? Foto: Keystone
Die Löcher des Nationalkäses kosten nichts – aber lohnt es sich, für den Rest zu bezahlen? Foto: Keystone

Vor kurzem hatte ich so was wie einen «Emmentaler-Moment». Als ich nämlich zum ersten Mal vom sogenannten «Urtyp» probierte, wurde mir klar, dass das wahrscheinlich bekannteste Milchprodukt der Schweiz mehr zu bieten hat als gummiartige Konsistenz, gepaart mit sehr wenig Geschmacksintensität.

Der Käse, den ich da im Mund hatte, war angenehm salzig und leicht süsslich zugleich. Er hatte fast etwas Kräuteriges und einen angenehmen Biss, eine feine Körnung gar. Und mit der Zeit machte sich am Gaumen eine vorwitzige Schärfe bemerkbar, die ich als Emmentaler-Verachter nie und nimmer erwartet hätte. Hatte ich die Schweizer Spezialität bisher komplett zu Unrecht verschmäht?

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