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Er war der öffentliche Feind

Weil Willy Oechslin ein Halbstarker war, bekam er Stadtverbot. Von seinem Rebellentum haben nach 50 Jahren nur die Lederjacke und eine Harley überlebt.

Ein Schock für das Bürgertum: Willy – genannt Jimmy – Oechslin 1958 im Sihlhölzli.
Ein Schock für das Bürgertum: Willy – genannt Jimmy – Oechslin 1958 im Sihlhölzli.
Karlheinz Weinberger (Patrik Schedler, Warth)

15 Jahre alt war Willy «Jimmy» Oechslin, als ihn die Zürcher Polizei mit einem Stadtverbot belegte. Oechslin hatte seinen Ausweis gefälscht, um sich im Kino Radium (genannt «Revolverchuchi») Westernfilme anzusehen. Er war mit einem fremden Töffli gefahren und mit Freunden in ein leeres Ferienhaus eingestiegen, um dort zu feiern. «Solche Streiche reichten 1959, um mich wegzuweisen», sagt Oechslin, der heute am Obersee lebt, in einer Blockwohnung mit Spannteppichen, einer vollautomatischen Kaffeemaschine und gerahmten Fotografien an den Wänden.

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