Zum Hauptinhalt springen

Erlösung in der Eigernordwand

Ihre Unberechenbarkeit zwinge auch ihn ans Limit, sagt Topbergsteiger Roger Schaeli über die unvergängliche Kraft der Eigernordwand – und stört sich nicht daran, wenn Extremalpinismus kritisch diskutiert wird.

Extreme Nervenanspannung: Bergsteiger Roger Schaeli in der Harlin-Route der Eigernordwand, die vor allem sein Sicherheitsmanagement forderte, damit er und sein Seilpartner dem Steinschlag entkamen.
Extreme Nervenanspannung: Bergsteiger Roger Schaeli in der Harlin-Route der Eigernordwand, die vor allem sein Sicherheitsmanagement forderte, damit er und sein Seilpartner dem Steinschlag entkamen.
Frank Kretschmann

Herr Schaeli, Sie sind in der gefährlichen und schwierigen Harlin-Route der Eigernordwand drei Tage am Limit geklettert. Wie fühlt man sich, wenn man auf dem Gipfel steht und es noch einmal gut gegangen ist?Roger Schaeli: Das grossartige Gefühl, einen Traum verwirklicht zu haben, stellte sich erst einen Tag später ein, als wir uns nach einer Biwaknacht auf dem Gipfelgrat über die Südwand abgeseilt hatten. Aber: Klettern am Limit bedeutet nicht, mit dem Todesrisiko zu spielen und auf Glück zu hoffen, um durchzukommen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.