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«Es geht uns unglaublich gut – und schlecht»

Der Soziologe Heinz Bude findet das Gefühl einer verstellten Zukunft im Milieu der «Verbitterten» und beim Dienstleistungsproletariat.

Mit Heinz Bude sprach Martin Ebel
Die «untergründige Stimmung der Gereiztheit» schlägt sich in Protesten der AfD nieder. Foto: Hermann Bredehorst (Polaris, Dukas)
Die «untergründige Stimmung der Gereiztheit» schlägt sich in Protesten der AfD nieder. Foto: Hermann Bredehorst (Polaris, Dukas)

In ganz Deutschland kochen die Emotionen hoch: hier das ungelöste Flüchtlingsproblem, dort die hohen Wahlergebnisse für die AfD. Was ist schlimmer, die Lage oder die Stimmung?

Ich glaube, die Stimmung entspricht der Lage. Ökonomisch steht Deutschland glänzend da. Das Land ist aus der Krise von 2008 am besten von allen OECD-Volkswirtschaften herausgekommen. Gleichzeitig hat sich die deutsche Gesellschaft ganz neu aufgestellt in den letzten zwanzig Jahren. Das hat sie innerlich noch nicht nachvollzogen. Und es hat eine Kostenseite, die im Gefühlsleben der Gesellschaft immer stärker ankommt.

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