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FDP Test

Die Pressekonferenz der FDP verzögert sich. Redaktion Tamedia berichtet live aus Neuenburg.

Die Bundeshaus-Fraktion der FDP hat sich in Neuenburg zur Sitzung über die Kandidaturen für den frei werdenden Bundesratssitz zurückgezogen. Als ersten möglichen Kandidaten hat sie den Tessiner Nationalrat Ignazio Cassis angehört.

Cassis zeigte sich im Anschluss zufrieden. Er habe sich gut gefühlt, etwas wie in einer Prüfung. Seine Fraktionskolleginnen und Fraktionskollegen hätten ihm viele Fragen zu politischen und persönlichen Themen gestellt, sagte Cassis vor den Medien. Weil es so viele Fragen gab, dauerte seine Anhörung sogar länger als die vorgesehenen 30 Minuten.

Erwartungen der Fraktion

Die Fraktion habe ihm «sehr schwierige» Fragen gestellt, erklärte Maudet nach ebenfalls über 30 Minuten im Saal. Für ihn sei das anregend gewesen. Er habe anhand der Fragen auch besser verstanden, was die Erwartungen der Fraktion seien. So wurden ihm etwa Fragen zur Wirtschaft gestellt. Das sei für ihn sehr interessant gewesen, sagte der Genfer Sicherheits- und Wirtschaftsdirektor.

Derzeit hört die Fraktion die einzige weibliche Bewerberin an, die Waadtländer Nationalrätin Isabelle Moret. Danach entscheidet sie, wie viele und welche Kandidatinnen und Kandidaten für die Nachfolge von Bundesrat Didier Burkhalter nominiert werden.

Die Hearings

Als nächstes werden die offiziellen Kandidatinnen und Kandidaten von den übrigen Fraktionen zu Hearings eingeladen. Die Anhörungen finden am ersten und am zweiten Dienstag der Herbstsession statt.

Favorit ist der Tessiner Cassis, der seit zehn Jahren im Nationalrat sitzt. Sein wichtigster Trumpf ist seine Herkunft: Das Tessin wartet seit nunmehr 18 Jahren auf eine Vertretung im Bundesrat. Der Anspruch des Kantons ist denn auch breit anerkannt.

Wie entscheiden die FDP-Parlamentarier?

Moret ist seit Ende 2006 Nationalrätin. Wie Cassis hatte sie noch nie ein Regierungsamt inne. Zudem wäre sie neben Guy Parmelin die zweite Waadtländer Vertreterin im Bundesrat. Der Genfer Pierre Maudet ist der einzige Bewerber mit Regierungserfahrung.

Einige der freisinnigen National- und Ständeräte haben ihre Entscheidung bereits getroffen, andere warten noch ab.

Portmann setzt auf Südschweiz

In der Eingangshalle des Luxushotels Beau-Rivage in der Stadt Neuenburg herrschte Anfang Nachmittag ein emsiges Treiben. Die Medienschar übertraf die Zahl der 46 Fraktionsmitglieder beinahe.

Ebenfalls in der Eingangshalle: Nationalrat Hans-Peter Portmann aus dem Kanton Zürich. «Für mich ist wichtig, dass die Südschweiz nach fast 20 Jahren wieder einmal im Bundesrat vertreten ist.» Das habe für ihn umso mehr Priorität, da ein sehr guter Kandidat bereit stehe.

Nicht weit entfernt ist auch die Berner Nationalrätin Christa Markwalder. Sie sagt nichts über ihre Präferenzen, gibt jedoch an, dass sie ihren Entscheid bereits vor der Fraktionssitzung gefällt hat.

Noch offen ist die Entscheidung bei Nationalrat Olivier Feller, der wie die Kandidatin Isabelle Moret aus der Waadt stammt. «Für mich ist wichtig, dass die Frauenvertretung im Bundesrat mittel- und langfristig gesichert ist», sagt Feller.

Es stelle sich aber die Frage, ob man zwei oder drei Kandidaten aufstellen wolle. Feller kündigte an, dass er seinen Entscheid erst in der Sitzung treffen wird. Alle drei Kandidaten Ignazio Cassis, Isabelle Moret und Pierre Maudet stehen der Fraktion zunächst eine halbe Stunde Red- und Antwort. Den Auftakt machte Ignazio Cassis.

Die Bundeshaus-Fraktion der FDP entscheidet danach, wie viele und welche Kandidatinnen und Kandidaten nominiert werden. Der Entscheid wird am frühen Abend erwartet.

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