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Gott ist nicht tot, er macht bloss Geschäfte

Spiritualität als Konsumgut verdrängt das traditionelle Christentum. Doch auch der christliche Glaube könnte durch Kommerzialisierung überleben.

Kunst als kommerzialisierte Religion: Nonnen des Ordens Sisters of Life hängen ein Jesusbild auf.
Kunst als kommerzialisierte Religion: Nonnen des Ordens Sisters of Life hängen ein Jesusbild auf.
Emilio Morenatti, Keystone

Die christlichen Kirchen stecken in einer Identitätskrise. Keine zehn Prozent der Bevölkerung besuchen mehr regelmässig einen Gottesdienst, nicht einmal mehr die Hälfte der Schweizer glaubt an einen personalen Gott, wie ihn der christliche darstellt. Die Religionsforscher sind sich weitgehend einig, dass die Verweltlichung ungebremst fortschreitet. David Voas, einer der bekanntesten Religionssoziologen, geht davon aus, dass institutionelle Religiosität zunächst von einer «unscharfen Religiosität» abgelöst wird und schliesslich in die Religionslosigkeit mündet.

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