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Heisser Herbst: Palästinenser-Tuch hat Mantra-Schal am Hals

Zuerst hielt das Palästinenser-Tuch Einzug in die Fashion-Welt. Jetzt kriegt es von einem Halstuch mit indischen Religionssymbolen Konkurrenz.

Schauspielerin Lindsay Lohan mit einer Variante in dezentem Hellbraun.
Schauspielerin Lindsay Lohan mit einer Variante in dezentem Hellbraun.
Keystone
Baumwoll-Schals wieder hip gemacht hat «Sexiest Man Alive» Johnny Depp. Er trägt seit einiger Zeit immer wieder Palästinenser-Tücher.
Baumwoll-Schals wieder hip gemacht hat «Sexiest Man Alive» Johnny Depp. Er trägt seit einiger Zeit immer wieder Palästinenser-Tücher.
Keystone
Dieser muslimische Junge aus Indien trägt das Tuch als Schutz vor der Sonne.
Dieser muslimische Junge aus Indien trägt das Tuch als Schutz vor der Sonne.
Keystone
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In diesem Herbst zieren farbenfrohe Tücher manchen prominenten Hals in Hollywood: Von Angelina Jolie bis Lindsay Lohan – Baumwollschals sind das absolute Trend-Accessoire. Besonders die Designerstücke des Mode-Labels Sir Alistair Rai erfreuen sich einer enormen Beliebheit bei den Stars. Hinter dem Label steckt Modedesignerin Kiran Rai. Angelehnt an ihre inidischen Wurzeln, hat sie die Halstücher mit Hindu-Mantras besticken lassen: Liebe, Friede, Hoffnung und Karma stehen zur Auswahl.

Vom politischen Statement zum Mode-Gag

Der modische Vorläufer des Mantra-Schals ist auch ein dünnes Baumwolltuch, ruft aber weniger friedliche Assoziationen hervor: Das Palästinenser-Tuch. Ursprünglich Kufiya genannt, ist es ein Kopftuch für Männer in der arabischen Welt. Entstanden ist es als Schutz gegen die Sonne. Das Tuch wurde im Laufe des letzten Jahrhunderts allerdings zum Symbol des palästinensischen Befreiungskampfs. Besonders in den 1980er-Jahren wurde es von Leuten getragen, die so ihre linksgerichtete Gesinnung zum Ausdruck bringen wollten. Heute setzen die Träger kaum mehr ein politisches Statement mit dem Tuch.

Den Trend zurückgebracht hat übrigens Schauspieler Johnny Depp, der für seinen Edel-Gammel-Look berühmt ist. Modebewusste Hollywoodstars tragen die Schals von Sir Alistair Rai aber auch kaum, um ein politisches Statement abzugeben. Höchstens betonen einige Trägerinnen damit ihre ökonomischen Überzeugungen: Die Schals werden in Indien hergestellt und fair gehandelt und bezahlt, heisst es auf der Website des Labels.

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