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Hochzeitsfotos von Tibetern verbreiten sich viral

Ein tibetisches Paar hat seine Hochzeitsbilder ins Internet gestellt. Sie sind gut angekommen – bei einer halben Milliarde Menschen.

Es sind Fotos wie dieses, die in den sozialen Medien Chinas zum viralen Hit geworden sind: Das inzwischen verheiratete Paar Gerong Phuntsok (l.) und Dawa Drolma in der tibetischen Hauptstadt Lhasa.
Es sind Fotos wie dieses, die in den sozialen Medien Chinas zum viralen Hit geworden sind: Das inzwischen verheiratete Paar Gerong Phuntsok (l.) und Dawa Drolma in der tibetischen Hauptstadt Lhasa.
He Di
Eine halbe Milliarde Chinesen soll die Hochzeitsbilder bereits gesehen haben, die das Paar im Vorfeld seiner Vermählung von einem befreundeten Fotografen schiessen liess.
Eine halbe Milliarde Chinesen soll die Hochzeitsbilder bereits gesehen haben, die das Paar im Vorfeld seiner Vermählung von einem befreundeten Fotografen schiessen liess.
He Di
Geheiratet hat das Paar schliesslich am 11. April 2015.
Geheiratet hat das Paar schliesslich am 11. April 2015.
Wang Di
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Damit hat das tibetische Paar niemals gerechnet, als es seine vorhochzeitlichen Fotos ins Netz stellte. 80 Prozent der Nutzer des Dienstes Wechat, der chinesischen Version von Whatsapp, haben die Fotos gemäss der Nachrichtenagentur Xinhua gesehen. Das sind zwischen 400 und 500 Millionen Menschen. Dazu kommen viele Internetnutzer, welche die Fotos über Medienplattformen angeschaut haben.

Dabei haben Gerong Phuntsok und Dawa Drolma eigentlich nur gemacht, was üblich ist in China. Sie liessen sich von einem Fotografen begleiten – lange vor dem eigentlichen grossen Tag. Im China der Moderne in Anzug und Rock, vor einem gemieteten Helikopter, vor einem Starbucks-Café. Und im heimatlichen Tibet in traditionellen Gewändern, im Gebirge und vor einem Tempel.

Phuntsok wollte kreative Fotos, stellte sie ins Netz und ging mit einem Freund essen. Zwei Stunden später waren die Bilder mehr als 10'ooo-mal weitergeleitet worden. Sie verbreiteten sich viral. Und niemand weiss so recht, warum. Die Motive sind teils faszinierend, der Kontrast der Umgebungen und Kleider scharf. Über allen Bildern liegt ein Hipster-Filter. Das mag ansprechen.

Phuntsok hat derweil seine eigene Erklärung: «Vielleicht repräsentieren wir Tausende junger Menschen von ethnischen Minderheiten, die ihre Heimat verliessen, um ein modernes Leben zu führen, und nun Leere in ihren Herzen fühlen.» Der Zuspruch der Internetgemeinschaft könnte auch ein wenig an ihrer Liebesgeschichte liegen. Ein gemeinsamer Freund hat Phuntsok und Drolma verkuppelt – via Wechat.

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