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«Ein Spezialist sagte, ich würde unter Wahnvorstellungen leiden»

Nenad Kovacic wurde vom fitten Mann zum erschöpften Wrack – doch die Ärzte nahmen ihn nicht ernst. Dahinter steckt das Chronic Fatigue Syndrom.

«Schliesslich bin ich ja noch da, oder?»: Der vom Chronischen Erschöpfungssyndrom betroffene Grafiker Nenad Kovacic (44). Foto: Urs Jaudas
«Schliesslich bin ich ja noch da, oder?»: Der vom Chronischen Erschöpfungssyndrom betroffene Grafiker Nenad Kovacic (44). Foto: Urs Jaudas

Nenad Kovacic hatte ein gutes Leben. Und vor allem ein sehr aktives. Bereits mit 24 gründete der heute 44-jährige Schweizer mit kroatischen Wurzeln in Zürich mit Kollegen die Designagentur Raffinerie AG. Ihre kreativen Arbeiten wurden in den darauf folgenden Jahren vielfach ausgezeichnet.

Auch privat wusste Nenad das Leben zu geniessen. Seine Frau Isabelle – das Paar heiratete 2014 – wird mir später erzählen, dass Nenad, als sich die beiden kennen gelernt hätten, immer in Bewegung gewesen sei und dass sie auch als Paar sehr aktiv gewesen seien. Ob Reisen, Ausgehen oder das von beiden so geliebte Tanzen, alles sei ihr aus heutiger Sicht «unbeschwert und leicht» vorgekommen. Und nichts habe darauf hingedeutet, dass ihr damals so umtriebiger Freund in wenigen Jahren durch eine Krankheit schwer gezeichnet sein würde.

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