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Ich bin Marxistin

Für eine 21-jährige Sozialistin aus Bassersdorf ist die Zeit gekommen, die Welt neu zu ordnen. Sie erklärt, warum das mit dem Denken von Karl Marx am besten geht.

Der Marxismus wird mittlerweile nur noch als Kampfbegriff gegen die Linken und Gutmenschen verwendet, beispielsweise vom «Tages-Anzeiger». Dort hiess es kürzlich: «Casting-Wettbewerb – gesucht Switzerland’s next Top-Marxist» als Antwort zum SP-Parteitag. So also geht das Schreckgespenst von Karl Marx in den Reihen der Sozialdemokratie wieder um. Die eigentliche Frage lautet jedoch: Weiss überhaupt noch jemand, was Marxismus ist?

Wenn ich die Welt betrachte, wird mir übel: Hunger, Arbeitslosigkeit und Unterdrückung auf der einen, Fettleibigkeit, Kommerz und Reichtum auf der anderen Seite. Natürlich beschämen uns all die kleinen schwarzen Kinder mit ihren dicken Bäuchlein und den grossen traurigen Augen, doch als Pate eines solchen ist man ja wieder aus dem Schneider. Sozial sind wir ja allemal, nur bei uns arbeiten und leben, das sollen sie dann bitte unterlassen. Schliesslich haben wir selbst zu wenig, ach ja, und unseren Reichtum haben wir uns auch selbst hart erarbeitet, ohne von anderer Ausbeutung zu profitieren.

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