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«Ich würde Scientology niemals verbieten wollen»

Seit 37 Jahren kämpft Hugo Stamm als «Tages-Anzeiger»-Redaktor gegen Sekten und Scharlatane. Jetzt geht er in Teilpension. Was treibt ihn an?

Intensive Gefühle in der Natur: Hugo Stamm. Foto: Sabina Bobst
Intensive Gefühle in der Natur: Hugo Stamm. Foto: Sabina Bobst

Seit Jahrzehnten arbeiten wir ­gemeinsam beim «Tages-Anzeiger». Und seit wir uns kennen, legst du dich an mit Sekten, mit ­Evangelikalen und Astrologen. Warum tust du dir das an?

Ich bin hartnäckig, ich wachse am Wider­stand, ich habe ein starkes Gerechtigkeitsempfinden. Vor allem sehe ich mich als Aufklärer. Viele sogenannte Religions­gemeinschaften missbrauchen die Religionsfreiheit, um Menschen von sich abhängig zu machen und ihre totalitären Interessen durchzusetzen. Dagegen kämpfe ich an. Ich habe in all den Jahren Hunderte von Sektenopfern und ihre Angehörigen beraten. Das gab meiner Arbeit einen zusätzlichen Sinn – weit über die Aufklärungsfunktion hinaus, die ich für mich beanspruche.

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