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«Ich zeige den sicheren Umgang mit einem Vibrator»

Judith Aregger arbeitete früher als Prostituierte. Jetzt hilft die Sexualassistentin beeinträchtigten Menschen beim Erleben von Intimität.

Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen brauchen manchmal technische Hilfe beim Sex. Symbolbild: Getty Images
Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen brauchen manchmal technische Hilfe beim Sex. Symbolbild: Getty Images

Ich habe einfach Freude an Sex. Auch daran, ihn mit verschiedenen Personen zu erleben. Die Sexualbegleitung von Menschen mit körperlicher oder psychischer Beeinträchtigung empfinde ich deshalb schlicht als normale Erweiterung dieser sexuellen Freude.

Neun Jahre hatte ich in der klassischen Sexbranche in einem Kleinbordell gearbeitet. Doch obwohl ich dort eigentlich selbstständig als Prostituierte tätig war, war ich doch sehr abhängig vom Betreiber des Salons – ich gab rund vierzig Prozent meiner Einnahmen ab. Zudem waren die Präsenzzeiten sehr lang. Also hängte ich den Job vor zehn Jahren an den Nagel, um Übersetzungswissenschaften zu studieren. Nach mehreren Studienjahren entdeckte ich in einer Zeitung eine Anzeige für die Ausbildung zur Sexualassistenz des Vereins Sexualité et Handicaps Pluriels. Das hat mich angesprochen.

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