Zum Hauptinhalt springen

Italiens turbulenter Weg zur Expo

In den Anfängen triumphal, in der Ausführung dann zeitweise eher katastrophal: Wie sich unsere südlichen Nachbarn erst über die Expo 2015 in Mailand freuten und dann an alten Leiden fast zerbrachen.

Noch sind die Bagger fast rund um die Uhr im Einsatz: Bauarbeiten am Eingangsbereich zum Expo-Gelände in Mailand. Foto: Alessandro Digaetano (LUZ, Fotogloria)
Noch sind die Bagger fast rund um die Uhr im Einsatz: Bauarbeiten am Eingangsbereich zum Expo-Gelände in Mailand. Foto: Alessandro Digaetano (LUZ, Fotogloria)

Da draussen, in der nördlichen Peripherie Mailands, ist der Süden, wie wir ihn von Goethe kennen, nur eine ferne Vermutung, umhüllt vom Frühlingsnebel. Autobahnen kreuzen sich, grosse Baumaschinen pflügen das spärliche Land dazwischen um, schlagen neue Schneisen. Viel Grau, viel Verkehr, viel Bauschutt, kaum Flora, schon gar keine ­Akazien. Wenn am 1. Mai die Weltausstellung von Mailand beginnt, die Expo 2015 mit dem Motto «Den Planeten ernähren. Energie für das Leben», dann bietet das Niemandsland vor den Toren der Stadt, der frühere Standort einer Erdölraffinerie, ein unwirkliches, unwirtliches Setting. Für sechs Monate. Man käme hier nicht hin, wenn man nicht besonders angelockt würde.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.