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Jede dritte Frau Opfer häuslicher Gewalt

Die WHO präsentiert dramatische Zahlen. Auch in westlichen Staaten mit modernen Gesetzen seien viele Frauen nicht sicher.

Auch in Gesellschaften mit modernen Gesetzen seien viele Frauen noch immer Opfer von Diskriminierung und Gewalt, schreibt die WHO: Aufnahme aus einer Ausstellung zum Thema häusliche Gewalt in Zürich. (11. Januar 2012)
Auch in Gesellschaften mit modernen Gesetzen seien viele Frauen noch immer Opfer von Diskriminierung und Gewalt, schreibt die WHO: Aufnahme aus einer Ausstellung zum Thema häusliche Gewalt in Zürich. (11. Januar 2012)
Keystone

Ein Drittel der Frauen weltweit sind Studien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge Opfer häuslicher Gewalt. Zwischen 100 und 140 Millionen Frauen seien von Genitalverstümmelung betroffen, und rund 70 Millionen würden verheiratet, bevor sie 18 Jahre alt seien – oft gegen ihren Willen, hiess es in der am Freitag von der WHO veröffentlichten Untersuchungsreihe. Rund sieben Prozent der Frauen liefen Gefahr, im Laufe ihres Lebens vergewaltigt zu werden.

Die in Konflikten und während humanitärer Krisen ausgeübte Gewalt habe dramatische Folgen für die körperliche und geistige Gesundheit der Opfer, warnte die WHO. «Gewalt gegen Frauen kann nicht einfach weggezaubert werden, aber Veränderungen von Verhalten und Einstellung sind möglich und können binnen weniger als einer Generation erreicht werden», erklärte Autorin Charlotte Watts.

«Es wird zu wenig getan»

Auch in Gesellschaften mit modernen Gesetzen seien viele Frauen noch immer Opfer von Diskriminierung und Gewalt und hätten häufig keinen ausreichenden Zugang zu Gesundheitsdiensten, beklagte die WHO. Die bisherigen Bemühungen im Kampf gegen häusliche Gewalt seien unzureichend. Echte Veränderungen könnten nur erreicht werden, wenn Regierungen mehr in die Bekämpfung investierten und erkennen würden, dass Gewalt eine Bremse wirtschaftlichen Wachstums sei.

(AFP)

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