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Junge Türkinnen sind suizidgefährdeter als Schweizerinnen

Junge Frauen mit türkischem Migrationshintergrund wollen sich dreimal häufiger umbringen als ihre Schweizer Kolleginnen. Schuld sind unter anderem Identitätsprobleme und der Jungfräulichkeitswahn.

Viele fühlen sich eingeengt und möchten ausbrechen: Türkische Migrantinnen im jugendlichen Alter.
Viele fühlen sich eingeengt und möchten ausbrechen: Türkische Migrantinnen im jugendlichen Alter.
Nigel Treblin (DDP)

Es ist das Leben zwischen zwei Kulturen, das sie verzweifeln lässt: Junge Türkinnen in Deutschland versuchen sich fünfmal häufiger umzubringen als gleichaltrige Frauen aus deutschen Familien. Doppelt so häufig gelingt es ihnen auch. Die Gründe für die Suizidversuche sind vielfältig, wie «Der Spiegel» berichtet hat. Sie reichen von Einsamkeit und Bildungsschwierigkeiten über Identitätsprobleme bis zu Zwangsheiraten oder Bedrohung durch die Familie. Vor allem, so zeigt eine Studie der Berliner Charité, leiden die jungen Türkinnen unter kulturellen Konflikten – zum Beispiel unter Verboten ihrer Väter. Auch das Thema Jungfräulichkeit bringe die jungen Frauen in Notsituationen.

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