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Das Dilemma des umweltbewussten Wohlstandsbürgers

Kann nachhaltiger Konsum die Welt retten? Schwierig, denn: nicht Kaufen verändert das System, sondern Nichtkaufen.

Aus dieser Flasche trinkt man ökologisch korrekt: Das Glas ist aus Italien, der Kautschuk fair. Schlucken muss man nur noch beim Preis. Foto: Philotheus Nisch
Aus dieser Flasche trinkt man ökologisch korrekt: Das Glas ist aus Italien, der Kautschuk fair. Schlucken muss man nur noch beim Preis. Foto: Philotheus Nisch

Vor ein paar Wochen entdeckte ich zwischen den Regalen meiner Drogerie eine neuartige Zahnbürste. Anders als die Bürsten, die es sonst dort gibt, steckte sie nicht in einer durchsichtigen Plastikhülle, sondern war in einer schmucklosen Schachtel aus braunem, ungebleichtem Karton verpackt. Sie fiel mir sofort auf. Ausserdem lag sie in einem eigenen Aufsteller, der aus dem gleichen Karton bestand, sie war also noch nicht ins Sortiment aufgenommen worden. Offensichtlich ging es erst einmal darum, ob sich genügend Kunden für sie interessierten, was bei mir schon mal funktioniert hatte. Allein weil sie dreimal so viel wie eine gewöhnliche Zahnbürste kostete.

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