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Kinder älterer Mütter sind fitter, grösser und gebildeter

Mit 40 schwanger zu werden, birgt nicht nur Risiken, wie Forscher jetzt herausgefunden haben. Es gibt auch positive Aspekte.

Besuchen mit höherer Wahrscheinlichkeit eine Uni: Die Kinder älterer Mütter. (18. Oktober 2013)
Besuchen mit höherer Wahrscheinlichkeit eine Uni: Die Kinder älterer Mütter. (18. Oktober 2013)
Keystone

Zahlreiche Studien hatten zuletzt gezeigt, dass die Gesundheitsrisiken von Kindern mit dem Alter ihrer Mütter steigen. Je später eine Frau schwanger wird, desto grösser ist beispielsweise die Gefahr, dass das Kind mit einem Downsyndrom geboren wird oder später im Leben an Alzheimer, Bluthochdruck oder Diabetes erkrankt.

Doch eine späte Schwangerschaft soll auch Vorteile haben, wie eine Studie des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung (MPIDR) in Rostock und der London School of Economics zeigt. Demnach sollen die Kinder von älteren Müttern gesünder, grösser und gebildeter sein als der Nachwuchs von jüngeren Frauen. Die Vorteile wie ein verbessertes Gesundheitswesen und bessere Bildungschancen überwiegen demnach die Risiken einer späten Schwangerschaft.

Bekommt eine Frau ihr Baby beispielsweise zehn Jahre später, verbessern sich in diesem Jahrzehnt auch die gesundheitlichen und sozialen Bedingungen, unter denen das Kind gross wird. Nach Ansicht der Forscher werden die biologischen Risiken, die mit einer späten Schwangerschaft einhergehen, von den positiven Veränderungen der äusseren Einflüsse mehr als kompensiert.

Daten von 1,5 Millionen Frauen

In ihrer Studie analysierten der Rostocker MPIDR-Direktor Mikko Myrskylä und Kieron Barclay von der London School of Economics die Daten von mehr als 1,5 Millionen Frauen und Männern aus Schweden, die zwischen 1960 und 1991 geboren wurden. Sie untersuchten Grösse, körperliche Fitness, Schulabschlüsse und Bildungsstand. Die Ergebnisse wurden im Fachblatt «Population and Development Review» veröffentlicht.

Die Forscher fanden heraus, dass die Kinder älterer Mütter grösser waren, bessere Schulleistungen erzielten und mit einer höheren Wahrscheinlichkeit eine Universität besuchten als die Kinder jüngerer Mütter. Dies galt selbst dann, wenn die Mütter bei der Geburt des Kindes bereits über 40 Jahre alt waren und sogar für Geschwister mit einem grossen Altersabstand.

Kinder, deren Mutter bei der Geburt Anfang 40 gewesen war, gingen im Schnitt etwa ein Jahr länger zur Schule oder Universität als Geschwister, bei deren Geburt die Mutter erst Anfang 20 gewesen war.

AFP/pat

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