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«Kinder müssen Sprachen auseinanderhalten können»

Einige Kinder binden ihre Sprache an den Kontext: Zu Hause sprechen sie vielleicht Italienisch oder Polnisch, in der Schule Deutsch und Schweizerdeutsch. Bild: Keystone

Frau Wermelinger, was bedeutet es für ein Kind, zweisprachig aufzuwachsen?

Zahlreiche Forschungen belegen, dass Kinder, die zweisprachig aufgewachsen sind, schlauer sein sollen.

Wie sieht es denn mit den Nachteilen aus, die zweisprachige Kinder haben sollen?

Wieso ist das so?

In Ratgebern heisst es, ein Kind profitiere vor allem von einer Zweitsprache, wenn der Spracherwerb kindgerecht und nach gewissen Regeln erfolge. Was heisst das genau? Und wie macht man das im Alltag?

«Sprache ist immer auch etwas Emotionales, ein Ausdruck von sich selbst. Fehlt ein Teil der Sprache, geht auch ein Teil von Nähe verloren.»

Stephanie Wermelinger, Entwicklungspsychologin

Es gibt auch das Phänomen des Semilingualismus, also dass das Kind weder die eine noch die andere Sprache, mit der es aufwächst, wirklich gut beherrscht. Wie kann das passieren?

...und zu Hause hören Sie aber auch kein perfektes Englisch oder eben Deutsch.

Sind zwei Sprachen für ein Kind also doch eine Belastung?

Stimmt es, dass ein Kind umso besser eine Zweitsprache lernt, je früher es damit beginnt?

«Zweisprachig aufwachsende Kinder haben kommunikative Vorteile. Sie sind besser dazu in der Lage, Missverständnisse aufzudecken und zu klären.»

Stephanie Wermelinger, Entwicklungspsychologin

Gibt es eine Höchstzahl an Sprachen, mit denen man ein Kind konfrontieren darf?

Viele binationale Ehen werden zwischen Schweizer Männern und deutschen Frauen geschlossen. Gibt es auch hier Auswirkungen der Sprachen – die sind sich ja in diesem Falle ziemlich ähnlich?

Das heisst aber, dass es doch positive Effekte von Zweisprachigkeit gibt. War das Ende des Hypes vor zehn Jahren also doch ungerechtfertigt?