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Liebesgrüsse aus Tel Aviv

Zwei israelische Grafiker designen ein Plakat mit der Aufschrift «Israel loves Iran». Aus einer Einzelaktion ist nun eine Bewegung geworden.

Versöhnung statt Krieg: Das Plakat, das den Dialog zwischen Israelis und Iranern sucht.
Versöhnung statt Krieg: Das Plakat, das den Dialog zwischen Israelis und Iranern sucht.
Bild: Facebook.

Während israelische Politiker den Angriff auf den Iran erwägen, erklärt die Bevölkerung den Iranern die Liebe. Oder zumindest eine Community im Netz. Alles beginnt vor zwei Tagen. Die beiden Grafiker Ronny Edri und seine Frau Michal Tamir designen ein Plakat mit der Botschaft: «Iranians we love you. We will never bomb your country.»

Auf Facebook publizieren sie das Werk. Von da an sorgt die Sache weltweit für Schlagzeilen. Die Aktion wird von CNNund der «Washington Post» aufgenommen. Die Pinnwand der Facebook-Seite trägt schon Hunderte Kommentare von iranischen und israelischen Usern, die sich gegen einen Krieg aussprechen. Rund 8000 User haben sich als Fans der Bewegung angeschlossen.

Die ungewöhnliche Liebeserklärung – wenn man so will – bleibt nicht unbeantwortet. Trotz den restriktiven Internetbestimmungen im Iran beteiligen sich Hunderte User an der spontanen Aktion. Iraner publizieren grafisch ähnliche Poster mit der Aufschrift: «Israelis, wir wollen keine Atombombe, wir wollen Frieden und Demokratie. Wir sind eure Freunde.»

In Kommentaren schreiben sie: «Kein Politiker kann die 2500 Jahre Freundschaft zwischen uns mit seiner komischen Ideologie kaputtmachen. Die Freiheit wird kommen und wir werden uns bald im Iran oder in Israel sehen.» Oder: «Ich habe noch nie Menschen aus zwei Nationen gesehen, die sich besser verstehen als Iraner und Israelis. Wir Iraner lieben euch auch, obwohl diese Idioten uns zwingen, euch zu hassen. Je mehr sie uns unter Druck setzen, desto mehr werden wir euch lieben.» (Quelle: Br.de)

In der Zwischenzeit haben die Macher auch eine Website ins Netz gestellt. Unter Israelovesiran.com kündigen die Grafiker an, die Plakate auf Antikriegs-Werbesäulen und auf Autobussen zu verbreiten. Dafür sammeln sie in Israel gerade Spenden. Und offenbar hat sich die Aktion vom Netz schon auf die Strassen verlagert. Am Dienstagmorgen haben Sprayer in Jerusalem erste Graffiti mit dem Slogan der Aktion gesprüht.

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