Zum Hauptinhalt springen

Macht es wie die russischen Aristokraten

Bei Themen wie Schule, Uni oder Karriere berufen sich viele auf das eigene Leben. Zu Unrecht.

Irgendwann nach 30 beginnt die Rushhour im Leben, man muss die Dinge schnell erledigen.
Irgendwann nach 30 beginnt die Rushhour im Leben, man muss die Dinge schnell erledigen.
Reuters

Nach der Revolution 1917 füllte sich Paris mit geflohenen russischen Aristokraten. Sie tranken endlos Tee und redeten. Doch nichts von dem, was sie sagten, hatte noch Bedeutung. Denn die Welt ihrer Jugend war untergegangen, und damit waren alle ihre Erfahrungen ohne Wert.

Dieses Gefühl der russischen Aristokraten ist das Schicksal des modernen Menschen. Wer etwa im Alter von 50 Jahren über Karrieren redet, sagt nichts Sinnvolles mehr, wenn er auf seine Erfahrungen zurückgreift. Denn er ist ein Kind aus einer anderen Zeit, der des Kalten Krieges. Damals war die Schweiz wie betoniert. In der Lage waren etwa Bummelei, das Ärgern von Lehrern und überhaupt jede Sorte Irritation eine gute Strategie: Denn es gab überall Jobs und keinen Grund, sich zu schnell in die Mühle zu begeben.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.