Zum Hauptinhalt springen

Man lebte, um zu rauchen

Rauchen war Aristokratendroge, Poesie und die beste Versicherung gegen das Leben. Jetzt ist es für Verlierer. Der Geruch von heute heisst: Schweiss.

Der letzte bekennende und trotzdem mit Respekt behandelte Raucher: Der ehemalige deutsche Bundeskanzler Helmut Schmidt.
Der letzte bekennende und trotzdem mit Respekt behandelte Raucher: Der ehemalige deutsche Bundeskanzler Helmut Schmidt.
Keystone

Zigaretten helfen gegen alles. Nicht zuletzt gegen Melancholie. (Bei Krankheiten des Kopfes wie Depression oder Schizophrenie etwa hilft – medizinisch getestet – neben Chemie nur Tabak.) Doch bei der Melancholie über ihr Verbot hilft keine Zigarette mehr: Man kann sie nicht mehr rauchen.

Heute ist der letzte Tag. Der letzte der morgendlichen Dreieinigkeit von Kaffee, Zigaretten und Zeitung. Und der abendlichen Dreieinigkeit von Alkohol, Träumen und Rauch. Ab morgen früh werden die Cafés, Clubs und Bars der Stadt riechen wie ihre Fitnesscenter: nach Schweiss.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.