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«Manche verdrängen den Tod bis zum letzten Atemzug»

Roland Kunz ist überzeugt, dass wir eine Verpflichtung haben, uns mit dem eigenen Ende zu befassen. Weil Sterben immer öfter zu einer bewussten Entscheidung wird.

«Selbstbestimmung ist nun mal anstrengend, erst recht, wenns ums eigene Ableben geht»: Altersmediziner Roland Kunz. Foto: Esther Michel (Foto)
«Selbstbestimmung ist nun mal anstrengend, erst recht, wenns ums eigene Ableben geht»: Altersmediziner Roland Kunz. Foto: Esther Michel (Foto)

Roland Kunz gehört nicht zu jenen Ärzten, die Leben primär retten wollen. Der 64-Jährige ist Leiter des Zentrums für Palliativ Care am Zürcher Waidspital. Sein Job ist es, das Sterben so angenehm wie möglich zu machen. Seine Patientinnen und Patienten leiden an einer unheilbaren Krankheit, ihre Tage sind gezählt. Kunz begleitet sie in dieser letzten Lebensphase, er lindert ihre Schmerzen, bespricht mit ihnen, wie sie sterben möchten. Denn: Der Tod kommt heute selten von allein. Sterben muss immer öfter geplant und vor allem beschlossen werden.

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