Zum Hauptinhalt springen

Möbelgeil und bücherfeindlich

Ein Laden-Vergleich zwischen Zürich und Basel ergibt erschreckende Resultate. Auf den ersten Blick.

Der Eindruck ist eindeutig: Die Zürcher sind möbelbesessen. In jedem frei werdenden Ladenlokal eröffnet derzeit ein Inneneinrichtungsgeschäft («Möbelhändler» nennt sich heute keiner mehr, das erinnert zu stark an Wohnwände und Wildleder-Polstergruppen). Egal, ob bisher Schallplatten, thailändische Gewürze oder Altmetall verkauft wurden. Nach kurzer Renovation verschiebt sich das Angebot Richtung Eichenholztische, italienischer Plexiglasstühle oder Vintage-Leuchtbuchstaben.

Der Eindruck täuscht nicht, zumindest im Vergleich mit der zweitgrössten Deutschschweizer Stadt. 30 Einträge unter Inneneinrichtung zeigt das digitale Telefonbuch für Basel an, bei Zürich sind es 120. Zürich zählt aber nicht viermal mehr Einwohner als sein nördlicher Nachbar, der Grösser-Faktor beträgt lediglich 2,27. Hier existieren also fast doppelt so viele Inneneinrichtungsgeschäfte pro Mensch wie in Basel.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.