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Mut zur Veränderung

Ist der Punkt erreicht, an dem klar wird, dass es mit den Lebensgewohnheiten nicht mehr gleich weiter gehen kann wie bisher, so braucht es eine gesunde Entscheidung: Die Entscheidung für die Gesundheit.

Schlanke Linie Mehr Bewegung ist nicht nur gut für die Gesundheit sondern auch für das eigene Wohlbefinden.
Schlanke Linie Mehr Bewegung ist nicht nur gut für die Gesundheit sondern auch für das eigene Wohlbefinden.
Istockphoto

Nicht immer ist es ein Lebensstil voller kulinarischer Genüsse und ohne viel Bewegung, der Herz und Kreislauf angreift. Manchmal sind es auch die Lebensumstände. In jeder Lebensphase erfüllt der Mensch eine andere Aufgabe und ist unterschiedlich leistungsfähig. In der Phase, in der es darum geht, eine Existenz aufzubauen und eine Familie zu gründen, sind Frauen und Männer am leistungsfähigsten. Thomas Mattig, Direktor der Stiftung Gesundheitsförderung, weist darauf hin, dass genau dann die Gefahr besteht, zu übertreiben und zu wenig an sich selbst zu denken. Viele Burnout-Fälle ereignen sich zwischen 35 und 40, nach einem entscheidenden Karriereschritt und dem zweiten Kind. Dann wird jemand von der Gesellschaft am stärksten gefordert und vergisst sich dabei selbst. Der Preis für die Karriere ist häufig die Gesundheit. Besonders FührungskraÅNfte sind stolz darauf, täglich 12 Stunden zu arbeiten und angeblich wenig Schlaf zu benötigen. Dabei achten sie nicht auf die Warnsignale des Körpers, denn gerade kurze Nächte sind ein typisches Anzeichen für Stress, dem oft das Burnout auf dem Fusse folgt. Wer dauerhaft erfolgreich bleiben will, braucht einen gesunden, leistungsfähigen Körper. Dieser will deshalb gut «gewartet» werden: Die richtige Ernährung und die genügende Bewegung sind dabei zentral. Alle sieben Jahre haben sich alle Zellen erneuert; der Mensch ist biologisch so gut wie neu. Auch das Hirn hat sich erneuert, und es will sich der neuen Lebensphase anpassen. Das erfordert viel Mut zur Veränderung. Zahlreiche Hürden sind zu überwinden. Das private Umfeld reagiert zunächst vielleicht fassungslos, wenn ein Bonvivant und Gourmand nicht mehr an Schlemmerreisen teilnehmen will, sondern eine Bike-Tour bucht. Auch die wöchentlichen langen Nächte des Kartenspiels werden oft zugunsten von Fitness-Aktivitäten abgesagt. Zeigen sich allerdings nach einigen Monaten ein gestählter Körper und ein ausgeglichenes Gemüt, so kann diese Veränderung stimulierend auf Familie und Freundeskreis wirken. Der gesunde Lebensstil wirkt attraktiv und nachahmenswert. Und der Adept der neuen Lebensform kann wieder im vertrauten Umfeld seinen neuen Hobbys frönen statt in einer Gruppe von Fremden, die nicht eine gemeinsame Vergangenheit, sondern nur ein gemeinsames Gesundheitsproblem verbindet. Bevor die Einstellung zu Bewegung und gesunder Ernährung noch nicht richtig vollzogen ist, besteht die Gefahr, dass jemand nicht an Bord bleibt und vorzeitig aufgibt. Erst wenn die gesunde Betätigung zur geistigen und körperlichen Notwendigkeit wird, ist der Umstieg geschafft. Um bei der Stange zu bleiben, ist es unerlässlich, nicht allein mit den Stöcken durch den Wald zu marschieren oder mit dem Velo querfeldein zu fahren. Die natürlichen Trainingsgefährten wären Partner und Partnerin, sofern sie mitmachen wollen. Schliesslich kann man sich eine Gruppe Bekannter organisieren, mit der das Laufen oder Turnen einmal oder mehrmals pro Woche Spass bereitet. Auch die soziale Komponente solcher Gemeinschaften ist gesundheitsförderlich. Gemeinsames Erleben ist die beste Motivation, dem gesunden neuen Lebensstil treu zu bleiben.

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