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Mutterliebe per Megafon

Michèle Binswanger über eine Studie, die Anlass zur Sorge gibt.

Man stelle sich vor, eine Mutter würde sich mit einem Megafon auf den Marktplatz stellen und darüber lamentieren, dass sie ihr Leben ohne Kinder besser mochte und bereut, Mutter geworden zu sein. Man stelle sich vor, eine ­andere Mutter würde sich dazustellen und mitbrüllen. Es würde wohl bald die Polizei aufkreuzen und die beiden mitnehmen. Im Internet nennt man so etwas Debatte.

Im deutschsprachigen Raum hat die «Süddeutsche Zeitung» die Diskussion angestossen mit einem Bericht über die israelische Soziologin Orna Donath. Diese interviewte 23 Mütter, die den Entscheid, Mutter zu werden, zutiefst bereuen. Sie veröffentlichte das als Studie, die nun unter dem Hashtag #RegrettingMotherhood breit diskutiert wird.

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