Zum Hauptinhalt springen

Natur als Argument für die Homo-Ehe?

Was schwule Pinguine, Delfine und Giraffen mit dem Menschen zu tun haben.

Berechtigt die Tatsache, dass Homosexualität im Tierreich vorkommt, die Befürworter der Homo-Ehe zur Behauptung, Familienbildung gleichgeschlechtlicher «Elternpaare» sei ein Naturrecht?

Lieber Herr W. Vor hundert Jahren begleitete George Levick als Schiffsarzt die Antarktis-Expedition Robert Scotts. Dabei machte er genaue Aufzeichnungen zum Verhalten der Adèlie-Pinguine, das ihm derart ungeheuerlich erschien, dass er auf eine Publikation verzichtete. Erst kürzlich sind diese Notizen im Archiv des Londoner Natural History Museum wieder gefunden und veröffentlicht worden. Levick war offensichtlich schockiert von der Bandbreite des sexuellen Verhaltens der vermeintlich so niedlichen Schwimmvögel. Nicht nur kopulieren die Pinguine munter selbst dann weiter, wenn sie bereits Eier hatten – Single-Pinguin-Männchen ahmen auch für sich alleine den sexuellen Akt nach und ejakulieren auf den Boden. Sie scheuen sich nicht, in der Kälte gut konservierte Leichen ihrer weiblichen Artgenossen zu besteigen. Zu guter Letzt macht Levick noch die Entdeckung, dass die Pinguin-Hähne selbst vor homosexuellem Verkehr nicht zurückschrecken. Man sieht, in der Natur kommt so manches vor. Aber nicht alles, was in der Natur vorkommt, wird kulturell auch als «ganz natürlich» positiv konnotiert.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.