Nur noch jede dritte Ehe geht in die Brüche

Geheiratet wird in der Schweiz nach wie vor oft. Doch die Zahl an Scheidungen ist zurückgegangen. Das sind die Gründe.

Die Scheidungsrate hat abgenommen: Eine Frau zerreisst ihr Hochzeitsfoto. (Symbolbild)

Die Scheidungsrate hat abgenommen: Eine Frau zerreisst ihr Hochzeitsfoto. (Symbolbild) Bild: Patrick Pleul/Keystone

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2016 wurden in der Schweiz 15'900 Ehen geschieden - damit ist die Zahl der Scheidungen auf den tiefsten Stand seit gut 20 Jahren gesunken und dies trotz konstant hoher Anzahl an Hochzeiten. Dies berichtet die «Schweiz am Wochenende», die sich auf Zahlen des Bundes beruft.

Gemäss Soziologen gäbe es mehrere Gründe für diesen Trend. Zum einen würden Paare, ehe sie vor den Traualtar schreiten, länger zusammenleben. Zudem würde man sich heute mehr Freiheiten gewähren und könne besser mit den Eigenheiten des Partners umgehen, so Soziologe François Höpflinger zur Zeitung.

Doch auch Entwicklungen im Ausland wie Terror, Kriege und Krisen würden zur niedrigeren Scheidungsrate beitragen. «In einer unsicheren, schnelllebigen Welt bildet die Familie eine Art Insel», so Höpflinger. Während das Singledasein mehr zum Leidbild geworden sei, hätten traditionelle Werte neuen Aufwind erhalten. (roy)

Erstellt: 04.08.2018, 08:19 Uhr

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