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Politikerinnen auf dem Vormarsch – jedoch nicht in der Schweiz

Weltweit ist der Anteil an Frauen in den Parlamenten gestiegen. Die konstant bleibende Quote in der Schweiz wirft das Land im internationalen Vergleich zurück. Auch die USA stehen nicht allzu gut da.

Der Anteil der Frauen in nationalen Parlamenten der Welt hat im letzten Jahr erstmals die Schwelle von 20 Prozent überschritten. Die Schweiz liegt mit knapp 30 Prozent zwar klar über diesem Schnitt, fällt aber im Ländervergleich von Jahr zu Jahr zurück.

Nach den neusten Zahlen der Interparlamentarischen Union (IPU) waren am 1. Februar 2013 in den grossen Kammern der Parlamente weltweit 20,8 Prozent der Mitglieder weiblichen Geschlechts. Vor Jahresfrist betrug der dieser Anteil noch 19,9 Prozent, 2003 knapp 15 Prozent.

Die relativ höchste Zahl von Frauen im Parlament weist seit einiger Zeit (dank einer Frauenquote) mit 56,3 Prozent das ostafrikanische Ruanda auf. In Andorra ist die Hälfte der Abgeordneten weiblich. Kuba und Schweden folgen auf den Rängen drei und vier – mit je rund 45 Prozent.

Schweiz fällt zurück

Hierzulande stagniert der Frauenanteil in der grossen Kammer seit 2007 bei knapp 30 Prozent. Derzeit sind es mit 59 Nationalrätinnen 29,5 Prozent.

Damit fällt die Schweiz im Vergleich zum Vorjahr weltweit vom 30. auf den 31. Rang zurück, liegt aber immer noch vor den Nachbarn Österreich, Frankreich und Italien. Deutschland (32,9%) kommt auf den 24. Platz.

Anfang 2011 rangierte das Schweizer Parlament noch an der 27. Stelle des IPU-Vergleichs, 1997 gar noch auf Platz 16. Seither bauten vor allem afrikanische und lateinamerikanische Länder den Frauenanteil in ihren Legislativen kontinuierlich aus.

Lichtblick in arabischen Ländern

Nach Ländergruppen liegen seit langem die Parlamente Nordeuropas mit 42 Prozent Frauenanteil an der Spitze. In ganz Europa beträgt der Parlamentarierinnen-Anteil 23,7 Prozent; vor allem in Ost- und Südeuropa ist er tief.

Den fast gleich grossen Anteil haben die Staaten Amerikas. Am Ende der Rangliste figurieren die Pazifik-Staaten mit 12,7 Prozent. Etwas aufgeholt haben die arabischen Staaten. Sie bilden mit 15,7 Prozent erstmals nicht mehr das Schlusslicht.

SDA/mrs

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