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«Probleme nicht mit der Lupe suchen»

Die deutschtürkischen Schwestern Yasemin und Nesrin Samdereli haben mit «Almanya» einen lustigen Film über eine Einwanderungsfamilie gedreht – ein Überraschungserfolg.

Mehr Humor in der Integrationsdebatte würde guttun: Dieser Ansicht sind Nesrin (links) und Yasemin Samdereli.
Mehr Humor in der Integrationsdebatte würde guttun: Dieser Ansicht sind Nesrin (links) und Yasemin Samdereli.
Nicola Pitaro

Ihr Film tut gut, weil Sie an ein Thema, das sehr emotional auf-geladen ist, so unverkrampft und humorvoll herangehen.

Yasemin Samdereli: Danke. Wir wollten aufzeigen, dass es auch andere Beispiele gibt. Es wird immer so dargestellt, als ob es keine Türken gibt, die offen und tolerant sind, oder sie sich nicht anders zu helfen wissen als damit, ein Messer zu zücken. Oft werden wir gefragt, ob unser Film nicht unrealistisch sei, zu positiv. Und wir sagen dann immer, nein, bei uns war es ähnlich, und wir sind keine Ausnahme. Die Türken sind keine homogene Masse, wie die Deutschen oder die Schweizer auch nicht. Das war die Haltung, die im Film drinsteckt.

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