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Schön, einzigartig, faszinierend

So beurteilen die Schweizerinnen und Schweizer gemäss einem neuen Bericht ihr Wohnumfeld.

Wer hier wohnt, fühlt sich wohl: Wohnhaus in der Gemeinde Wilen im Kanton Obwalden.
Wer hier wohnt, fühlt sich wohl: Wohnhaus in der Gemeinde Wilen im Kanton Obwalden.
Gaetan Bally, Keystone
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Den Menschen auf dem Land und in Stadtzentren gefällt ihre Umgebung aber besser und sie finden sie authentischer als jene in Agglomerationen. Dies sind die Ergebnisse des Programms «Landschaftsbeobachtung Schweiz» (Labes) des Bundesamts für Umwelt (Bafu), dessen zweiter Zwischenbericht vorgelegt wurde. Die Eidgenössische Forschungsanstalt WSL in Birmensdorf ZH hat das Projekt wissenschaftlich begleitet.

Das Programm erfasst seit 2008 mit Hilfe von 34 Indikatoren den Zustand und die Veränderung der Landschaft, wie Bafu und WSL am Donnerstag mitteilten. So zeigte sich, dass in der Schweiz nur noch ein Viertel der Landesfläche unverbaut ist, gemessen an Flächen von 500 auf 500 Metern, auf denen keine Anlagen wie Häuser, Verkehrswege oder Mobilfunkantennen stehen. Im Jura sind es gar nur zwei Prozent und im Mittelland 0,5 Prozent der Gesamtfläche.

Schweiz ohne Nacht

Immerhin liegt der Anteil der frei zugänglichen Uferzonen bei 80 Prozent; 30 Prozent davon sind nahe an einem Wanderweg. Weniger günstig haben sich die Lichtemissionen entwickelt: Sie nahmen zwischen 1994 und 2009 um 70 Prozent zu. Die Flächen mit Nachtdunkelheit nehmen ab, im Mittelland und Jura gibt es keine Gebiete mehr, in denen es nachts ganz dunkel wird.

Neu ist im zweiten Zustandsbericht, dass nicht nur der physische Zustand der Landschaft, sondern auch die Wahrnehmung der darin lebenden Menschen erhoben wurde. Dazu wurden 8700 Haushalte in der ganzen Schweiz schriftlich befragt, von denen 2814 antworteten.

Zusammen sollen die Erkenntnissen dabei helfen, die Landschaftsqualität in der Schweiz zu erhalten und zu verbessern, hiess es in der Mitteilung. Das Bafu will deshalb die Landschaftsbeobachtung in seine regelmässigen Berichte zum Zustand der Umwelt integrieren.

SDA/bru

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