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Scientology kommt auf Samtpfoten

Früher missionierten Scientologen vornehmlich mit Flugblättern. Heute setzt die Psychogruppe vermehrt moderne Marketingmethoden ein, um Anhänger zu gewinnen.

Scientology wird immer raffinierter im Werben neuer Mitglieder: Hier bauen «ehrenamtliche» Helfer einen Infostand auf.
Scientology wird immer raffinierter im Werben neuer Mitglieder: Hier bauen «ehrenamtliche» Helfer einen Infostand auf.
Keystone

Gibt es Scientology überhaupt noch? Diese Frage stellen sich viele, denn missionierende Scientologen sieht man nur noch selten am Bahnhof oder auf öffentlichen Plätzen.

Scientology gibt es nach wie vor. Bloss ködert die Psychogruppe heute mit diskreteren Methoden als früher neue Anhänger. Sie will den Ruf als aggressive Sekte korrigieren. Obwohl sie im Bewusstsein der Öffentlichkeit weniger präsent ist, missioniert sie wie eh und je. Dies erfuhr zum Beispiel ein leitender Beamter einer staatlichen Behörde. Kürzlich bekam er ein englisches Mail von einer internationalen Stiftung. Um glücklich zu werden, solle er die Broschüre «Der Weg zum Glücklichsein» lesen. Weiter wurde er aufgefordert, 18 Exemplare zu kaufen und an Freunde zu verteilen, um diese ebenfalls glücklich zu machen. Er suchte vergeblich einen Absender, entdeckte dann aber im Kleingedruckten einen Hinweis, der ihn stutzig machte: Das Copyright liege bei der Hubbard-Bibliothek, las er. Dahinter steckt Scientology, schoss es ihm durch den Kopf.

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