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«Sport spielt bei nationaler Identität immer eine Rolle»

Albaner in ganz Europa feiern den EM-Einzug ihrer Nationalmannschaft. Kulturwissenschaftler Christian Ritter über die Rolle von Sport in der Diaspora.

Feiern einen geschichtsträchtigen Sieg: Junge Frauen jubeln in Pristina nach der EM-Qualifikation der albanischen Nationalmannschaft.
Feiern einen geschichtsträchtigen Sieg: Junge Frauen jubeln in Pristina nach der EM-Qualifikation der albanischen Nationalmannschaft.
Keystone

Albanien hat sich zum ersten Mal für eine Fussball-EM qualifiziert. Schaut man sich die feiernden Fans in der Schweiz an, denkt man: Da geht es mehr als nur um Fussball.

Durch den sportlichen Erfolg wird Albanien positiv wahrgenommen. Das westliche Bild des Balkans ist noch immer sehr stark mit negativen Assoziationen behaftet. Wenn über den Balkan und seine Bewohner berichtet wird, dann fast immer mit negativen Klischees; das war schon vor 100 Jahren so: Es geht um Krieg, Gewalt, Hinterlist und Korruption. Auch in der Schweiz aufgewachsene Jugendliche werden oft pauschal mit diesen Attributen in Verbindung gebracht. Das prägt auch ihre Selbstwahrnehmung.

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