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Sterbebegleitung für ein Kind

Die siebenjährige Marina starb an Krebs. Damit sie sich während der Krankheit an etwas festhalten konnte, erfand ihre Mutter eine Märchenfigur: Chrysanthemia, die Kräuterhexe.

Die Kräuterhexe sieht alles und weiss alles: Im Samtsäcklein fanden sich Zaubersteine und Briefe für Marina.
Die Kräuterhexe sieht alles und weiss alles: Im Samtsäcklein fanden sich Zaubersteine und Briefe für Marina.
Regula Meier

Marina Meier starb am 1. Mai dieses Jahres. Sie war sieben Jahre alt, der Tumor in ihrem Bauch fussballgross. Der anfänglich so harmlos aussehende kleine Knubbel, den sie und ihre beiden jüngeren Geschwister «Böppel» nannten, hatte sich eineinhalb Jahre zuvor als Neuroblastom herausgestellt, eine bei Kindern relativ häufige Form von Krebs. Befallen werden die Nieren, die Wirbelsäule, Brust-, Bauch- und Beckenraum. Als bei Marina die Diagnose feststand, war die Krankheit bereits weit fortgeschritten, im dritten von vier Stadien. Es musste eine Niere entfernt werden. Die Chemotherapie war brutal. Die Erhaltungsphase danach ebenfalls, die Medikamente hatten schwere Nebenwirkungen. Aber alle hofften.

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