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Survival für die Festtage

Weihnachten mit den Verwandten ist für viele ein Graus. Mit ein paar Tricks lässt sich das Ganze erträglicher gestalten.

Damit Weihnachten nicht wieder chaotisch wird, helfen ein paar Tricks.
Damit Weihnachten nicht wieder chaotisch wird, helfen ein paar Tricks.
Keystone

Wenn das Gespräch dieser Tage auf das Thema «Weihnachten mit den Verwandten» fällt, reagieren viele spontan enerviert bis aggressiv und/oder schlecht gelaunt. Entfliehen scheint keine Alternative. So gibt es in den kommenden Feiertagen einmal mehr nur eins: Augen zu und durch.

Die gute Nachricht: Das Grauen lässt sich in Grenzen halten, wenn man ein paar Tipps befolgt. Christian Ankowitsch, Autor von «Warum Einstein niemals Socken trug», hat für Zeit Wissen ein paar wissenschaftliche Erkenntnisse zusammengetragen, die man sich an Weihnachten zunutze machen kann.

1. Miesepeter mit Lächeln fertigmachen Lächeln Sie. Ganz besonders, wenn die Tischrunde einen Lätsch macht und Ihnen entsprechend überhaupt nicht nach Fröhlichkeit zumute ist. Täuschen Sie notfalls ein Lächeln vor und machen Sie so oft wie möglich «Cheeeeese» (einfach ohne Ton). Denn zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt, dass eine bestimmte Mimik ein entsprechendes Gefühl erzeugen kann. Laut Ankowitsch hat das Phänomen damit zu tun, dass wir unsere Gefühle vernetzt abspeichern – in Verbindung mit einem besonderen Bild, Geruch, Geschmack oder Geräusch. Diese Gefühle lassen sich später über jeden entsprechenden Schnittpunkt auslösen. «Wenn wir ein freundliches Gesicht machen, aktivieren wir das dazu passende positive Gefühl.» Beim Lächeln kommen ausserdem die Spiegelneurone zum Zug. Wer in ein lächelndes Gesicht blickt, kommt fast nicht umhin, ebenfalls zu lächeln und sich so ebenfalls in Stimmung zu bringen.

2. Den weichsten Sessel für den nervigsten Verwandten Der Psychologe Christopher C. Nocera von der Harvard University behauptet, dass unsere Sitzunterlage einen Einfluss darauf hat, wie wir denken und entscheiden. Dies, weil es eine enge Vernetzung zwischen Fühlen, Denken und Entscheiden gebe. Etwas Weiches löse das Gefühl von Zufriedenheit aus, während eine harte Unterlage helfe, einen klaren Kopf zu bewahren. Drum: mit den schwierigen Verwandten am besten direkt ab aufs weiche Sofa. Schwelt der Familienkonflikt schon, empfiehlt es sich eher, die Holzstühle bereitzustellen.

3. Hände an die heissen Tassen Liebe geht durch den Magen, heisst es. Für ein besseres Wohlbefinden soll etwas Heisses in den Händen bereits ausreichen. Das haben zwei amerikanische Psychologen 2011 herausgefunden. Mit einer Suppe oder einem heissen Getränk in der Hand fühlen wir uns unseren Mitmenschen angeblich enger verbunden als sonst. Das gründet laut Ankowitsch auf dem wohligen Gefühl, das von menschlichen Berührungen ausgelöst wird. Das haben wir in unserer Babyzeit gelernt: Berührung plus Wärme gleich Geborgenheit und Wohlbefinden. Das funktioniert offenbar auch noch im Erwachsenenalter. Wer aber nicht so auf Körperkontakt mit den Verwandten aus ist, drückt ihnen einfach etwas Heisses in die Hand.

4. Weihnachtslieder für mehr Verständnis Wir müssen der Tatsache ins Auge blicken: Um das traditionelle Singen unter dem Weihnachtsbaum werden wir auch dieses Jahr nicht herumkommen. Dank Christian Ankowitsch wissen wir nun allerdings, wozu das gut sein soll. Studien haben gezeigt, dass sich der Herzschlag und die Hirnwellen von gemeinsam singenden Menschen synchronisieren, was helfen soll, die Mitsingenden besser zu verstehen. Denken Sie fest daran, wenn Sie «O du fröhliche» anstimmen und sich ganz und gar nicht danach fühlen.

5. Lüften macht sozial Wenn scheinbar nichts mehr zu retten ist, empfiehlt Ankowitsch, die Wohnung kräftig zu lüften. Und vielleicht noch einen Zitrusduft zu versprühen. Studien haben gezeigt, dass uns der Duft von Frische dazu bringt, uns sozialer zu verhalten. Und das kann ja an Weihnachten nicht schaden.

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