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Täuschende Trauer

Wenn Europäer um Europäer trauern, folgt unweigerlich die Kritik am Betroffenheitskult, nämlich der Bestürzung über die Bestürzung.

Die Spurensicherung und die Bergung der sterblichen Überreste der Opfer gehen weiter: Ein Helikopter der Gendarmerie überfliegt Seyne-les-Alpes in der Nähe der Absturzstelle. (28. März 2015)
Die Spurensicherung und die Bergung der sterblichen Überreste der Opfer gehen weiter: Ein Helikopter der Gendarmerie überfliegt Seyne-les-Alpes in der Nähe der Absturzstelle. (28. März 2015)
Jeff Pachoud, AFP
Hier wurde Germanwings-Co-Pilot Andreas Lubitz behandelt: Schild vor dem Universitätsklinikum Düsseldorf. (27. März 2015)
Hier wurde Germanwings-Co-Pilot Andreas Lubitz behandelt: Schild vor dem Universitätsklinikum Düsseldorf. (27. März 2015)
Patrik Stollarz, AFP
Germanwings und andere Airlines haben ihre Logos auf Twitter und Facebook als Reaktion auf das Unglück schwarz eingefärbt. (24. März 2015)
Germanwings und andere Airlines haben ihre Logos auf Twitter und Facebook als Reaktion auf das Unglück schwarz eingefärbt. (24. März 2015)
AFP
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Besuche im Absturzgebiet, versteinerte Blicke, tröstende Worte: Politiker aus Deutschland, Frankreich und Spanien verpassten keine Gelegenheit, ihre Betroffenheit über das Flugunglück von Seyne-les-Alpes vorzuführen. Damit sind sie nicht allein. Google montierte eine Trauerschleife auf seine Startseite, Fluggesellschaften stellten Beileidsbekundungen ins Netz. Kritiker, besonders auf sozialen Medien, verpassten wiederum keine Gelegenheit, gekünstelte Trauer oder Sensationslust zu bemängeln.

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