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Titlisnordwand: Sechs Jahre für Hattori Hanzo

Matthias Trottmann hat als Erster die schwierigste Nordwandroute der Schweiz geklettert. Er benannte sie nicht grundlos nach einem Ninja-Kämpfer: Es war ein Kampf mit dem Berg und mit sich selbst.

Die Erstbegehung verlangte ihm alles ab: Matthias Trottmann (oben, in Rot) in der Titlisnordwand. Foto: Klaus Kranebitter
Die Erstbegehung verlangte ihm alles ab: Matthias Trottmann (oben, in Rot) in der Titlisnordwand. Foto: Klaus Kranebitter

Matthias Trottmann lebt mitten im coolen Zürcher Kreis 4, und wenn er mit dem Velo durch die Stadt radelt, sieht er aus wie viele junge Männer, die in seinem Quartier wohnen: Kapuzenpulli, City-Turnschuhe, kurze Haare, gepflegtes Ziegenbärtchen, Hornbrille. Ganz und gar nicht wie jemand, der soeben als Erster die schwierigste Nordwandroute der Schweiz frei geklettert ist: am Titlis. In diesem Furcht einflössenden, schattigen, menschenfeindlichen Kessel, den er selber als «wunderschön und ästhetisch» bezeichnet, stellte er sich am 16. August 2013 einem Kampf. Einer Auseinandersetzung mit der Schwerkraft, aber vor allem einer Konfrontation mit sich selber.

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