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Tödliche Beschneidung mit dem Buschmesser

Bei den Xhosa und anderen Bevölkerungsgruppen in Südafrika ist nur ein beschnittener Mann ein Mann. Das Ritual hat allein dieses Jahr bereits über 70 Jungen das Leben gekostet.

Weiss bemalte Gesichter als Zeichen der Reinheit, Schaffell gegen die Kälte: Teenager vom Volk der Xhosa während ihres dreiwöchigen Initiationslagers.
Weiss bemalte Gesichter als Zeichen der Reinheit, Schaffell gegen die Kälte: Teenager vom Volk der Xhosa während ihres dreiwöchigen Initiationslagers.
Keystone

Er habe es einfach nicht mehr länger ausgehalten, erzählt der junge Mann der Reporterin der BBC. Ununterbrochen sei er von seinen Klassenkameraden gehänselt worden: Mit seiner noch intakten Vorhaut, hätten selbst seine Freunde gespottet, sei er trotz seiner 18 Jahre in Wahrheit noch ein Junge und kein richtiger Mann. Der Gehänselte zog schliesslich die Konsequenz: Ohne seinen Eltern Bescheid zu sagen, meldete er sich bei einer Initiationsschule an, um das vierwöchige Ritual hinter sich zu bringen, das aus Jünglingen Männer machen soll. Heute liegt der junge Südafrikaner im Krankenhaus – um seine Männlichkeit ist es endgültig geschehen. Vor wenigen Tagen verlor er seinen Penis, der sich bei der Beschneidung entzündet hatte und schliesslich wie ein übel riechender Fremdkörper abgefallen war.

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