Zum Hauptinhalt springen

Tödliche Einsamkeit

Das Gefühl ist so schädlich wie 15 Zigaretten pro Tag: Einsamkeit wurde als entscheidender Faktor für die Gesundheit entdeckt.

Das Leiden an der Vereinzelung hat überall zugenommen: Ein Mann versinkt in seiner Einsamkeit. Bild: Sabine Joosten
Das Leiden an der Vereinzelung hat überall zugenommen: Ein Mann versinkt in seiner Einsamkeit. Bild: Sabine Joosten

Einsame Herzen schmerzen: Dieser alte Schnulzenreim hat neuerdings in sozialmedizinisch aufbereiteter Form Hochkonjunktur – aus gutem Grund. Erkrankungen der Psyche, von Depressionen über Phobien bis zum Burn-out, verursachen immense volkswirtschaftliche Kosten. Und sie nehmen kontinuierlich zu. Einsamkeit scheint dabei eine überraschend grosse Rolle zu spielen. Und nicht nur da: Vom Schnupfen bis zum Schlaganfall ist Einsamkeit ein ernst zu nehmender Faktor bei der Entstehung. Manfred Spitzer, Leiter der Psychiatrischen Universitätsklinik in Ulm und des Transferzentrums für Neurowissenschaften und Lernen, pointiert daher in seinem neuen Buch, Einsamkeit sei «erblich, ansteckend, tödlich».

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.