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Über 50 und Sozialhilfe – das passt schlecht

Gut ausgebildet, langjährige Berufserfahrung und trotzdem ohne Job: Warum es für ältere Arbeitssuchende bei den Sozialdiensten schwierig wird.

Von Andrea Fischer
Einfache Arbeiten helfen qualifizierten Berufsleuten nicht, sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Foto: Keystone
Einfache Arbeiten helfen qualifizierten Berufsleuten nicht, sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Foto: Keystone

Als sie nach erfolgloser Stellensuche vor einem Jahr ausgesteuert wurde, meldete sich die 54-jährige S. P. auf dem Sozialamt ihrer Wohngemeinde. Dort habe man sie sofort zu einem Arbeitseinsatz verpflichtet: Das fördere die Integration in den Arbeitsmarkt, sagte man ihr.

Sie sei damit grundsätzlich einverstanden, sagt S. P. Doch die ausgebildete kaufmännische Angestellte, die jahrelang die Agentur eines Reisebüros geleitet hatte, im Kundenmarketing einer Grossbank und als Projektleiterin bei einer Stiftung zur Integration Jugendlicher tätig gewesen war, hätte auf Geheiss des Sozialamts in einem Atelier Hüte basteln sollen. «Ich konnte mir nicht vorstellen, was das für meine Integration gebracht hätte», meint S. P. Man teilte sie schliesslich einem Arbeitsprogramm von Caritas zu, wo sie einfache Büroarbeiten erledigen musste. Eine ­anspruchslose Tätigkeit, bei der sie sich ständig unterfordert fühlte, sagt S. P.

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