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Über den Lohn reden lohnt sich

Das schweizerische Arbeitsrecht kennt keine gesetzlich festgelegten Mindestlöhne. Arbeitgeber haben sich zwar an die orts- und berufsüblichen Löhne zu halten, doch können Angestellte diese nicht auf rechtlichem Weg einfordern.

Der Lohn ist Sache zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Sie können diesen selber vereinbaren, denn in der Schweiz herrscht grundsätzlich Vertragsfreiheit, und die gilt auch für die Löhne.

Die Vertragsfreiheit wird allerdings etwas relativiert: einerseits durch Mindestlohnbestimmungen in Gesamtarbeitsverträgen (GAV) oder durch staatliche Erlasse. Andererseits durch die flankierenden Massnahmen. Diese sollen dafür sorgen, dass die Personenfreizügigkeit mit der EU nicht zu einem Lohngefälle führt. Sie verpflichten die Behörden, den Arbeitsmarkt zu beobachten und Kontrollen durchzuführen, wenn es Hinweise oder Verdachtsmomente auf Lohndumping gibt. Was das konkret bedeutet, lässt sich anhand eines aktuellen Beispiels der Firma Manor aufzeigen.

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