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Unmoralische Angebote – die neue Datingkultur

Jung, schön sucht – reich, hässlich bezahlt: Der jüngste Verkupplungs-Trend von Online-Plattformen macht aus der Romantik ein Geschäft. Und aus dem Liebesmarkt ein Bordell.

Geld gegen Liebe: Demi Moore spielt in «Ein unmoralisches Angebot» (1993) eine Frau, die für eine Million Dollar eine Nacht mit einem Milliardär verbringt.
Geld gegen Liebe: Demi Moore spielt in «Ein unmoralisches Angebot» (1993) eine Frau, die für eine Million Dollar eine Nacht mit einem Milliardär verbringt.

Gleichstellung ist sexy! Was sich wie der Slogan einer Imagekampagne verzweifelter Feministinnen anhört, ist das Fazit der jüngsten Studie des bekannten Sozialpsychologen Roy Baumeister von der Florida State University: Sie wurde im August von der Amerikanischen Psychologenvereinigung präsentiert, trug den Titel «Eine datenbasierte Theorie der sexuellen Interaktion oder warum Männer das Essen bezahlen» – und war alles andere als politisch korrekt. Die Daten aus 37 Staaten weltweit zeigten nämlich auf, dass Männer und Frauen in Ländern mit einem hohen Gleichstellungsgrad häufiger Sex haben als solche, die in Ländern leben, in denen Frauen den Männern gegenüber benachteiligt sind. Nicht etwa, weil Gleichberechtigung für erotisches Knistern zwischen den Geschlechtern sorgen würde, so Baumeister, sondern weil immer mehr gut ausgebildete Frauen um immer weniger gut ausgebildete Männer konkurrieren und deshalb Sex als harte Währung einsetzen. Kurz: Was rar ist, verkauft sich teuer. Was im Überfluss vorhanden ist, kommt nur mehr billig an den Mann. (Lesen Sie dazu auch: «Jetzt schläft Frau sich runter».)

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