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«Vergewaltigungen sind eine höchst effiziente Waffe»

Die Schweizer Gynäkologin Monika Hauser setzt sich seit 20 Jahren für Opfer sexueller Gewalt in bewaffneten Konflikten ein. Im Interview spricht sie über den schwierigen Umgang mit den betroffenen Frauen.

Nur wenige Vergewaltiger kommen vor Gericht: Ein angeklagter Soldat in Baraka, Kongo. (21. Februar 2011)
Nur wenige Vergewaltiger kommen vor Gericht: Ein angeklagter Soldat in Baraka, Kongo. (21. Februar 2011)
AP Photo/Pete Muller
Tausende Frauen werden im Kongo jährlich vergewaltigt: Opfer einer Massenvergewaltigung in der kongolesischen Stadt Fizi. (20. Februar 2011)
Tausende Frauen werden im Kongo jährlich vergewaltigt: Opfer einer Massenvergewaltigung in der kongolesischen Stadt Fizi. (20. Februar 2011)
AP Photo/Pete Muller
Während des Bosnien-Krieges wurde die Organisation Medica Mondiale gegründet: Der serbische Milizenführer Željko Ražnatovi in der Nähe der bosnischen Stadt Banja Luka. (20. September 1995)
Während des Bosnien-Krieges wurde die Organisation Medica Mondiale gegründet: Der serbische Milizenführer Željko Ražnatovi in der Nähe der bosnischen Stadt Banja Luka. (20. September 1995)
Keystone
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Frau Hauser, Gewalt gegen Frauen wird in Konflikten systematisch genutzt. Weltweite Aufmerksamkeit erhielt zuletzt der Fall von 200 entführten Mädchen in Nigeria durch die Islamisten von Boko Haram. Was steckt dahinter? Vergewaltigungen werden benutzt, um den Feind einzuschüchtern und damit politische und militärische Ziele zu erreichen – aber auch, um den Zusammenhalt in Familien oder Gemeinden zu zerstören. Es ist eine höchst effiziente Waffe, aber nicht nur. Auf dem Tahrir-Platz in Kairo etwa wurden Frauen vergewaltigt, um sie mundtot zu machen.

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