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Warum bin ich Single?

In dieser Rubrik beantworten unsere Redaktoren die am häufigsten gegoogelten Fragen.

Lucie Machac
Sie sind nicht allein da draussen: Szene aus dem Film «Singles».
Sie sind nicht allein da draussen: Szene aus dem Film «Singles».
PD

Nun, falls Sie sich diese Frage ernsthaft stellen, dann sind Sie keiner von diesen glücklichen Singles, die an Feiern gern betonen, wie prächtig es ihnen so ganz allein ohne Partner geht. Sie gehören vielmehr zu jenen, sagen wir es ganz unverblümt, die von der vielen Zeit mit sich selbst die Schnauze gestrichen voll haben.

Früher konnten Sie sich noch einreden: Die anderen sind halt selber schuld, wenn sie Sie als potenziellen Partner oder Partnerin links liegen lassen. Ausserdem würden die meisten Ihren Kriterienkatalog eh nicht erfüllen, weil Sie nun mal anspruchsvoll sind. Doch jetzt dämmert Ihnen langsam, dass da draussen nicht ausschliesslich Idioten rumlaufen können. Inzwischen ahnen Sie sogar die unumstössliche Wahrheit, die da lautet: nicht die anderen sind doof. Sie selbst sind die- oder derjenige mit dem Problem – und darum googeln Sie jetzt nach den Gründen für Ihre Misere.

Das ist schon mal gut, denn Sie sind gewillt, sich mit Ihrem Ladenhüter-Dasein auseinanderzusetzen. Vielleicht haben Sie im Internet auch schon einen dieser unzähligen Warum-bin-ich-Single-Tests gemacht und können sich nun einem bestimmten Single-Typus zuordnen (passiv, wählerisch, ängstlich, verkrampft). Das Resultat hat Sie wahrscheinlich genauso wenig überrascht, wie es Ihnen bei der Partnersuche weitergeholfen hat.

Tja, bevor Sie das Ganze jetzt womöglich «professionell» mit einem Life-Coach oder Psychologen angehen, und sich dann in einem Jahr statt mit einer neuen Flamme mit Ihrer Kindheit beschäftigen, versuchen Sie es unverbindlich mit einem der folgenden Gedanken:

1.Wenn Freunde sagen, Ihr Beuteschema sei «halt schon nicht ganz so optimal» (sprich: beziehungstechnisch katastrophal), dann glauben Sie es ihnen.

2.80 Prozent der Menschen denken, sie seien besser als der Durchschnitt. Man rechne. Oder anders gesagt: Die meisten von uns meinen, dass sie irgendwie exklusiv sind und darum auch einen einzigartigen Partner brauchen. Mehr Mut zum Durchschnitt könnte eventuell auch bei Ihnen Wunder bewirken.

3.Genau zu wissen, was man im Leben will und was nicht, gilt als attraktiv. Das Gegenteil, nämlich zweifeln zu können, macht im Fall genauso so sexy. Und ist zwingend notwendig, wenn Gewissheiten (etwa dicke Kriterienkataloge) Sie nicht mehr weiterbringen.

4.In der Schweiz sollen laut Parship rund 35 Prozent der 18- bis 69-Jährigen Single sein. Das wären fast 2 Millionen Menschen, die als künftige Partnerinnen oder Partner infrage kämen. Die Wahrscheinlichkeit, dass da sogar für Sie was Passendes dabei ist, liegt grob geschätzt bei 99 Prozent.

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