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Warum wir das Nichtstun verlernt haben

Das Smartphone kann vieles, vor allem aber kann es die Langeweile vertreiben. Gedanken über einen Zustand, den wir nicht mehr ertragen. Und warum wir ihn dennoch brauchen.

War den Bauern im Mittelalter eigentlich langweilig? Es ist nichts dergleichen überliefert, aber sie müssen sich furchtbar gelangweilt haben. Nicht bei der Feldarbeit, natürlich, das war ein Knochenjob, man wurde nicht alt dabei. Aber an den langen Winterabenden, mit keinem oder ­wenig Licht, als es nichts zu tun gab, alle Schuhe geflickt, alle Wolle gesponnen war, alle ­Geschichten erzählt und wiedererzählt: Mussten sich die Leute da nicht entsetzlich langweilen – oder waren sie bloss froh, dass der Arbeitsdruck einmal weg war? Vielleicht sind diese Fragen aber auch nur Rückprojektionen des modernen Menschen.

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